Stand: 02.09.2018 15:25 Uhr

St. Pauli verliert Torspektakel gegen Köln

von Johannes Freytag, NDR.de

Die Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli und der 1. FC Köln haben sich am fünften Spieltag ein Torspektakel mit unglücklichem Ausgang für die Hamburger geliefert. Die Kiezkicker gaben am Sonntag bei der 3:5 (2:2)-Niederlage einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand, verkürzten im zweiten Durchgang von 2:4 auf 3:4. Der anschließende Sturmlauf der Gastgeber vor ausverkauftem Haus am Millerntor wurde indes nicht belohnt. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, aber man sieht eben auch, dass wir ein Team in der Entwicklung sind", wollte Trainer Markus Kauczinski nach der Partie mit seiner Mannschaft nicht zu hart ins Gericht gehen. In der Tabelle ist der einstige Spitzenreiter St. Pauli mit zwei Siegen und zwei Niederlagen nun im Mittelfeld angekommen. Nach der Länderspielpause gastieren die Hamburger am 16. September in Aue.

St. Paulis Philipp Ziereis (r.) versucht, Köln Louis Schaub zu stoppen. © Witters

Torfestival am Millerntor

Spektakel am Millerntor: Gleich acht Tore fielen im Zweitligaduell zwischen St. Pauli und dem 1. FC Köln. Am Ende hatten die Kiezkicker, die schon mit 2:0 geführt hatten, das Nachsehen.

1,88 bei 8 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Veerman und Dudziak lassen St. Pauli jubeln

4.Spieltag, 02.09.2018 13:30 Uhr

FC St. Pauli

3

1. FC Köln

5

Tore:

  • 1:0 Veerman (13.)
  • 2:0 Dudziak (25.)
  • 2:1 Clemens (35.)
  • 2:2 Terodde (45.)
  • 2:3 Terodde (53., Foulelfmeter)
  • 2:4 Guirassy (57.)
  • 3:4 Buchtmann (65.)
  • 3:5 S. Özcan (90. +5)

FC St. Pauli: Himmelmann - L.-M. Zander, Ziereis, Knoll, Buballa - Dudziak (79. C. Sahin), Flum - Möller Daehli (46. Neudecker), Buchtmann, Sobota (67. Diamantakos) - Veerman
1. FC Köln: T. Horn - Risse (55. Höger), L. Sobiech, Czichos, J. Horn - Hector - Clemens (69. Hauptmann), Schaub, Drexler, Guirassy (86. S. Özcan) - Terodde
Zuschauer: 29546 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Die Hoffnung auf eine Genesung von St. Paulis Innenverteidiger Christopher Avevor (Prellung am Schienbeinkopf) hatte sich nicht erfüllt. So war Kauczinski wieder dazu gezwungen, Marvin Knoll nach hinten in die Abwehrzentrale zu ziehen. Doch in Verlegenheit kam der Hamburger Defensivverbund nur in der Anfangsphase. Lediglich bei einem Schuss von Christian Clemens musste Keeper Robin Himmelmann eingreifen (3.), ansonsten legten die Hausherren vor 29.546 Zuschauern einen selbstbewussten und offensiven Auftritt hin, der schnell mit dem 1:0 belohnt wurde. Die Kiezkicker profitierten dabei von einem Blackout des Kölners Marcel Risse. Dessen Rückpass nahm Henk Veerman auf und drosch den Ball ins rechte Toreck (13.). Auch danach blieb St. Pauli am Drücker, hatte durch Waldemar Sobota (18.) und Mats Möller Daehli (22.) weitere Chancen. Als der Däne verletzt behandelt wurde, trafen die Braun-Weißen erneut. Christopher Buchtmanns Hereingabe nickte Jeremy Dudziak zum 2:0 ein (25.) - der Flankengeber stand allerdings hauchdünn im Abseits.

Ausgleich noch vor der Pause

Der Favorit aus Köln hatte nun völlig den Faden verloren und wackelte bedenklich, Luca Zander hätte aus der Distanz auf 3:0 erhöhen können, doch FC-Keeper Timo Horn brachte die Fäuste rechtzeitig nach oben (27.). Die Hamburger hatten eigentlich alles im Griff und mussten dann aber doch bis zum Halbzeitpfiff den Ausgleich hinnehmen. Erst durfte Louis Schaub unbedrängt von der rechten Seite flanken und Clemens per Kopf zum Anschlusstor treffen (35.), dann staubte Simon Terodde nach feiner Vorarbeit von Dominick Drexler zum 2:2 ab (45.).

Offensivspektakel in Durchgang zwei

Der zweite Durchgang begann für die Gastgeber mit einem personellen Wechsel. Richard Neudecker ersetzte den angeschlagenen Möller Daehli. Die offensive Ausrichtung der Braun-Weißen blieb. Veerman köpfte knapp am Tor vorbei (46.), ein Schuss von Buchtmann wurde in höchster Not von Jonas Hector geblockt (48.). Doch die Tore erzielten die Gäste aus dem Rheinland. Als die Kölner das erste Mal im zweiten Spielabschnitt in St. Paulis Strafraum andrangen, wurde Terodde von Torwart Himmelmann gelegt - der Gefoulte trat selbst zum Strafstoß an und traf zum 3:2 (53.). Vier Minuten später vollendete Sehrou Guirassy nach einem Hamburger Eckball einen blitzsauberen Konter zum 4:2 für Köln (57.) - die Partie war gedreht, aber war sie auch schon entschieden?

Nein, denn nur acht Minuten später überwand Buchtmann Kölns Horn per Bogenlampe zum Anschlusstreffer (65.). Und St. Pauli drückte weiter. Knoll scheiterte per Freistoß an Horn (68.), Buchtmann schoss aus kurzer Distanz über das Gehäuse (73.), Veerman verpasste eine Eckball-Hereingabe nur knapp (79.). Es reichte jedoch nicht: Salih Özcan erzielte in der Nachspielzeit den fünften Kölner Treffer (90.+5).

Wechselbörse

Zu- und Abgänge der Zweitliga-Nordclubs

Alle Zu- und Abgänge der drei norddeutschen Fußball-Zweitligisten Hamburger SV, Holstein Kiel und FC St. Pauli zur Saison 2018/2019 im Überblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 31.08.2018 | 19:30 Uhr

Mehr Sport

00:57
NDR Info

Zverev verliert gegen Djokovic

14.11.2018 19:11 Uhr
NDR Info
02:19
NDR Info

Machulla: "Die Niederlage ist sehr bitter"

14.11.2018 21:22 Uhr
NDR Info
02:10
NDR Info

"Gerechtigkeit" für HSV-Frauen?

14.11.2018 15:30 Uhr
NDR Info