Stand: 11.12.2018 11:59 Uhr

Aufstieg? St.-Pauli-Coach Kauczinski bremst

FC St. Paulis Trainer Markus Kauczinski tritt beim Thema Aufstieg auf die Euphoriebremse.

Verfolger VfL Bochum distanziert, mit dem Tabellendritten Union Berlin nach Punkten gleichgezogen und noch zwei Heimspiele bis zur Winterpause vor der Brust: Die Welt beim Zweitligisten FC St. Pauli sieht nach dem Sieg im Montagsspiel verheißungsvoll aus. Geht da was in Richtung Bundesliga-Aufstieg? Das wurde Trainer Markus Kauczinski nach dem 3:1 beim VfL mehrmals gefragt. Doch der Coach tritt lieber auf die Bremse, und zwar mit voller Kraft. "Mit Köln oder dem HSV kann sich am Ende keiner messen - da zähle ich uns dazu", sagte Kauczinski. "In dieser Saison beginnt das Tabellen-Mittelfeld auf Platz drei."

Fürth und Magdeburg kommen noch ans Millerntor

Heißt übersetzt: Für den 48-Jährigen sind die direkten Aufstiegsplätze für Tabellenführer Hamburger SV und Verfolger Köln reserviert. Bliebe noch Relegationsrang drei, um ans Tor zur Ersten Liga zu klopfen. Mit den beiden noch ausstehenden Heimpartien gegen Greuther Fürth am kommenden Sonnabend (13 Uhr, im NDR Livecenter) und Kellerkind 1. FC Magdeburg (22. Dezember, 13 Uhr) stehen St. Paulis Chancen nicht schlecht, noch auf Rang drei zu klettern.

Kalla und Möller Daehli scherzen, Veerman geständig

Die Stimmung innerhalb der Mannschaft war nach dem Sieg gegen stark spielende Bochumer jedenfalls gelöst. "Nach ein paar kurzen Krampfanfällen fühlte ich mich ganz gut", scherzte Pauli-Urgestein Jan-Philipp Kalla, der sein Comeback nach langer Verletzungspause gefeiert hatte. Mats Möller Daehli beschwerte sich nicht über seine Jokerrolle, sondern stufte sein 3:1 in der 86. Minute als "das hässlichste Tor der Saison" ein. Und last, but not least gab Stürmer Henk Veerman freimütig zu, dass sein Abstaubertor nach dem verschossenen Elfmeter von Sami Allagui irregulär war. "Ich bin zu früh in den Strafraum gelaufen und habe gehofft, dass der Schiedsrichter es nicht merkt", sagte er. "Hat geklappt."

Kauczinskis Weihnachtswunsch

Es klappt im Moment so einiges bei den Kiezkickern, die trotzdem lieber tief stapeln. "Wir haben gezeigt, dass wir da sind", ließ sich Coach Kauczinski im NDR Interview immerhin entlocken. Ob er sich wünschen würde, dass St. Pauli oben dran bleibt?: "Natürlich, es ist ja bald Weihnachten."

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