Trainer Daniel Thioune vom Fußball-Zweitligisten Hamburger SV © Witters Foto: Valeria Witters

Zuversicht beim HSV: "Ergebnisse werden sich einstellen"

Stand: 09.03.2021 11:37 Uhr

Fünf Spiele, drei Punkte, kein Sieg: Trainer Daniel Thioune vom Hamburger SV ist trotz der Ergebnisdelle seines Teams im Aufstiegskampf der Zweiten Liga optimistisch.

"Ich gehe keinen Deal ein, was den dritten Platz betrifft", sagte Thioune nach dem 1:1 im Nordduell gegen den direkten Konkurrenten Holstein Kiel: "Wir sind von unserer Qualität her in der Lage, wieder zu klettern." Der HSV belegt zurzeit den Relegationsplatz und hat zehn Spieltage vor dem Saisonende drei Punkte Rückstand auf Aufstiegsrang zwei, auf dem die Kieler stehen. Zu Spitzenreiter VfL Bochum, dem kommenden Gegner, sind es inzwischen fünf Zähler.

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Nur die Chancenverwertung war mangelhaft

Dennoch machte der HSV-Auftritt Mut: Die Hanseaten lieferten erstmals wieder echte Argumente dafür, dass sich der fast schon obligatorische Einbruch in der entscheidenden Phase einer Saison dieses Mal nicht zwingend wiederholen muss. Lediglich die Chancenverwertung war zu kritisieren. Trotz zahlreicher guter Möglichkeiten - die Statistik weist 17 Hamburger Torschüsse aus - reichte es nur zum Ausgleichstreffer durch Simon Terodde. "Wir müssen uns den Vorwurf gefallen lassen, den Ball nicht über die Linie gedrückt zu haben. Wir haben leider Gottes sehr viel liegengelassen", sagte Thioune.

Thioune: "Man hat die Energie gespürt"

Gleichwohl habe ihm aber seine Mannschaft gefallen, so der HSV-Coach: "Ich kann mit der Leistung sehr gut leben. Man hat die Energie der Mannschaft auf dem Platz gespürt." Das sah auch Terodde so, der nach drei Spielen seine "Flaute" beendete und seinen 20. Saisontreffer erzielte: "Nach der Derby-Niederlage waren wir die Deppen. Gegen Kiel haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Wenn wir so weiterspielen, machen wir auch unsere Tore."

Am Freitag zum VfL Bochum

Terodde-Treffer könnte der HSV schon am Freitag (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) wieder gebrauchen. Mit dem Gastspiel in Bochum wartet das dritte Topduell binnen vier Wochen auf die Hanseaten. "Wir wissen, dass wir wenig Zeit zur Regeneration haben", sagte Thioune: "Die Jungs können aber laufen und marschieren. Die Akkus sind dann wieder voll." 

Wendepunkt wie im Herbst?

Ohnehin zeigte sich der HSV-Trainer zuversichtlich: "Die Ergebnisse werden sich einstellen." Möglicherweise hatte er dabei neben den auf Bochum folgenden vom Papier her leichteren Gegnern (wie zum Beispiel Heidenheim, Darmstadt, Sandhausen oder Regensburg) auch die sportliche Krise im Herbst im Blick. Damals war ein 0:1 gegen Hannover - bei dem die Hamburger im Volksparkstadion ähnlich überlegen agierten wie am Montag gegen Kiel - der Wendepunkt nach dann ebenfalls fünf sieglosen Spielen in Serie. Anschließend gewann der HSV von den restlichen sieben Hinrundenpartien sechs und spielte einmal remis.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 09.03.2021 | 19:30 Uhr

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