Trainer Markus Anfang vom Fußball-Zweitligisten Werder Bremen © Witters Foto: Valeria Witters

Werder Bremen ohne Defensivachse nach Dresden

Stand: 26.09.2021 10:04 Uhr

Beim Fußball-Zweitligisten Werder Bremen ist durch die Ausfälle von Ömer Toprak und Christian Groß die Teamhierarchie gesprengt. Ohne die beiden Stützen geht es zum schweren Spiel bei Dynamo Dresden.

Der Name Werder Bremen zieht in der Zweiten Liga ganz ordentlich. Gerade einmal drei Stunden dauerte am Mittwoch bei Dynamo Dresden der freie Kartenverkauf, ehe der sächsische Traditionsclub vermelden konnte: Alle 16.000 Tickets für die Begegnung heute (13.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) sind weg. Das Rudolf-Harbig-Stadion ist somit unter Corona-Bedingungen ausverkauft, darunter werden sich auch 1.570 Gäste-Fans aus Bremen befinden.

Für die Werder-Spieler wird es dann von den SGD-Anhängern kräftig etwas auf die Ohren geben - akustischer Art. In kaum einem anderen Stadion sorgen die Zuschauer für eine solche Lautstärke wie in Dresden.

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Bremen ohne Toprak und Groß

Und als sei dies allein nicht schon Herausforderung genug für den Bundesliga-Absteiger, der in der Zweitklassigkeit noch nicht so richtig Tritt gefunden hat, so wird diese Aufgabe durch personelle Ausfälle zusätzlich noch ganz erheblich erschwert. Trainer Markus Anfang muss ohne seine Defensivachse auskommen. In der Innenverteidigung fehlt - wie schon im Nordderby gegen den Hamburger SV - ein weiteres Mal Toprak (Wadenprobleme), im defensiven Mittelfeld fällt Groß (Knie-Operation) aus. Kapitän Toprak wäre aber ohnehin auch aufgrund einer Gelb-Roten Karte aus dem Duell mit dem HSV zum Zuschauern verurteilt gewesen.

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Kurzum: Bei Werder ist die Teamhierarchie gesprengt - und das nicht nur für dieses schwere Auswärtsspiel, sondern womöglich für einen längeren Zeitraum. Topraks Verletzung erweist sich zumindest als sehr hartnäckig. "Wenn wir mit ihm planen wollen, dann muss er auch in einem gewissen Fitnesszustand sein. In der Summe ist Ömer schon eine längere Zeit nicht im Mannschaftstraining", sagte Anfang. "Es gibt noch keine Prognose. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es noch etwas länger dauern könnte, ist sehr groß." In Dresden wird vermutlich der serbische Nationalspieler Milos Veljkovic als Werder-Kapitän auflaufen.

Werder entscheidet sich gegen Nachverpflichtung

Groß wird dem Team sechs bis acht Wochen fehlen. Sein Ausfall soll teamintern aufgefangen werden, wie Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball, in der Pressekonferenz erklärte. "Überlegungen gibt es immer, aber wir haben uns gegen eine Nachverpflichtung eines vertragslosen Spielers entschieden, da dieser lange nicht am Teamtraining teilgenommen hat", sagte Fritz. In Dresden kommen laut Anfang Neuzugang Nicolai Rapp und Ilia Gruev für die Besetzung der Sechser-Position infrage.

Mögliche Aufstellungen:

Dynamo Dresden: Broll - Akoto, Sollbauer, Mai, Löwe - Stark - Schröter, Herrmann - Mörschel - Königsdörffer, Daferner
Werder Bremen: Zetterer - Weiser, Mai, Veljkovic, Jung - Gruev - Rapp, Schmidt - Nankishi, Schmid - Ducksch

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 26.09.2021 | 22:35 Uhr

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