Stand: 18.12.2019 08:55 Uhr

VfL Wolfsburg: Mit Schlager-Dynamik Schalke schlagen

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Xaver Schlager (M.) erzielte gegen Gladbach sein erstes Saisontor für den VfL.

Dass nach dem 2:1-Erfolg des VfL Wolfsburg gegen Borussia Mönchengladbach Zweifel an der Rechtmäßigkeit des VfL-Führungstreffers aufkamen, interessiert bei den Niedersachsen niemanden. Viel größer ist die Freude über das gelungene Zusammenspiel zweier VfL-Profis, für die es bislang in der Saison alles andere als gut lief: Vorlagengeber Jérôme Roussillon und Torschütze Xaver Schlager. Die beiden veredelten zudem mit ihrer Aktion die erfolgreiche Systemumstellung vom defensiven 3-4-3 auf ein offensiveres 4-3-3. Vermutlich wird Trainer Oliver Glasner sein Team so auch heute (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) gegen Schalke 04 auflaufen lassen, hatte er doch "eine der besten Saisonleistungen" seiner Mannschaft gesehen.

Glasner: Schlager bringt Dynamik ins Spiel

"Ich hatte den Eindruck, dass unser erstes Saisonziel - eine stabilere Defensive - erreicht ist. Deshalb habe ich jetzt auf 4-3-3 umgestellt", begründete Glasner den Systemwechsel. Ein entscheidender Faktor in dieser Formation sei Schlager: "Er ist einer, dessen Gedanken immer nach vorne gerichtet sind. Dadurch bekommt unser gesamtes Spiel eine große Dynamik", lobte der VfL-Coach seinen Landsmann. Dass Schlager nach seinen Ende August erlittenen Knöchelbruch und Syndesmoserissen überhaupt noch in diesem Kalenderjahr habe auflaufen können, sei "Wahnsinn" und freue ihn am meisten: "Denn wir haben damit nicht gerechnet."

Schlager feierte beim 2:0 in Frankfurt sein Kurz-Comeback, durfte auch beim 0:1 in Freiburg für wenige Minuten ran. In der Europa League gegen St.-Etienne (1:0) und jüngst gegen Gladbach stand der Mittelfeldspieler aber schon wieder in der Startelf und fühlt sich dank einer Metallplatte am Knöchel stark wie nie: "Mein Fuß ist stabiler als vorher." Prompt belohnte sich der Österreicher mit seinem Premierentor im VfL-Trikot.

"Wieder der Roussillon aus dem Vorjahr"

Von der Systemumstellung profitiert augenscheinlich auch Außenverteidiger Roussillon, der endlich wieder Offensivakzente setzte. "Das ist wieder der Roussillon aus dem Vorjahr", freute sich VfL-Kapitän Josuha Guilavogui im Interview mit dem NDR Sportclub.

Der Gelobte selbst fühlt sich im 4-3-3 wohler: "Ich brauche den Raum, um mit Tempo zu kommen." Das hat auch sein Trainer erkannt: "Roussillon hat das gemacht, was wir von ihm sehen wollen", sagte Glasner nach dem ersten Liga-Assist des Franzosen in dieser Saison. In der vergangenen Spielzeit verzückte Roussillon mit sechs Torvorlagen und drei eigenen Treffern.

Nach der 0:1-Niederlage in Freiburg hing der Wolfsburger Haussegen schief, hatte Glasner in einer Brandrede seinen Profis "Dienst nach Vorschrift" vorgeworfen. Allerdings hat sich der 45-Jährige auch selbst hinterfragt und zumindest vorerst von seinem favorisierten taktischen System verabschiedet. Gegen Gladbach hat das funktioniert - Glasner zeigte sich am Dienstag zuversichtlich, dass es auch gegen Schalke klappt, denn: "Es zeichnet uns schon die ganze Saison aus, dass wir körperlich sehr gut drauf sind. Wir müssen dagegenhalten und uns von Drucksituationen befreien. Dann gibt es Räume, die wir ausnutzen können. Ich erwarte einen intensiven Schlagabtausch und gehe mit einem sehr, sehr guten Gefühl in das Duell."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 18.12.2019 | 20:00 Uhr