Florian Riedel vom VfB Lübeck © IMAGO / Agentur 54 Grad

VfB Lübeck: Riedel-Anwalt bestreitet Handgreiflichkeiten

Stand: 26.02.2021 17:57 Uhr

Der Fall VfB Lübeck, Florian Riedel und kein Ende: Nach der Suspendierung durch den Fußball-Drittligisten hat sich der Spieler einen Anwalt genommen, der die Handgreiflichkeiten des Profis gegenüber Trainer Rolf Landerl bestreitet.

von Matthias Heidrich

"Es sind keine Handgreiflichkeiten, was immer damit gemeint ist, passiert", sagte Anwalt Horst Kletke dem NDR. "Florian Riedel hat den Trainer nicht geschlagen." Der VfB hatte den 30-Jährigen am Donnerstag suspendiert, nachdem Coach Landerl der Clubführung auf Nachfrage erklärt hatte, dass es in der Halbzeitpause der Partie gegen Türkgücü München zu Handgreiflichkeiten Riedels ihm gegenüber gekommen sei.

Anruf bei Aufsichtsratsmitglied Neumann

Der Lübecker Vorstandssprecher Thomas Schikorra hatte am Donnerstag im NDR Interview erklärt, Lübecks stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Timo Neumann sei durch einen Anruf am Mittwochabend auf den Vorfall in der Kabine aufmerksam gemacht worden. Den Namen des Anrufers hatte Schikorra nicht genannt. "Wir haben auch mit Florian Riedels Berater gesprochen, der nach Rücksprache mit dem Spieler den Vorfall bestätigt hat", sagte der VfB-Vorstand.

VIDEO: Darum hat der VfB Lübeck Florian Riedel suspendiert (5 Min)

"Die Herren von Lübeck sind am Zug"

"Ja, es gab Meinungsverschiedenheiten. Aber zwischen Meinungsverschiedenheiten und Handgreiflichkeiten sind wirklich Welten", sagte Kletke, der den VfB Lübeck bereits angeschrieben hat. "Ich habe die Gegenseite zu einer Stellungnahme aufgefordert und auch einen Widerruf zu erklären." Der Club müsse genau sagen, was er mit Handgreiflichkeiten überhaupt meine und die genannten Zeugen benennen, so Kletke. "Die Herren von Lübeck sind am Zug."

Binden-Aktion der Mannschaft als Auslöser?

Was genau in der Kabine passiert ist, dazu hatten sich Schikorra und Landerl bei der Pressekonferenz am Donnerstag nicht näher äußern wollen. Auslöser für den Vorfall soll eine von Riedel initiierte Mannschaftsaktion gewesen sein. Das komplette VfB-Team war gegen Türkgücü mit grünen Kapitänsbinden aufgelaufen. "Diese Binden waren ein Zeichen von Solidarität und Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft", sagte Kletke.

"Da war das Trainerteam nicht informiert. Ich habe darauf hingewiesen, sie mögen die Binden runtertun. Auf das hinaus ist Flo dann handgreiflich geworden", hatte Landerl der "Bild" gesagt. Allerdings wechselte der Trainer Riedel nicht aus, der sich noch im Spielertunnel bei Landerl entschuldigt haben soll. Der Übungsleiter wollte den ganzen Vorfall daraufhin mannschaftsintern halten und lösen. Ohne Erfolg.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 27.02.2021 | 14:00 Uhr

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