Stand: 08.07.2019 16:02 Uhr

St. Pauli verplant sich: Einzige Neuzugänge verletzt

Angespannte Gespräche vor Bilderbuchkulisse: St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann (l.) und Trainer Jos Luhukay.

Der FC St. Pauli steuert langsam aber sicher auf ein personelles Desaster zu. Drei Wochen vor dem Saisonstart in der zweiten Fußball-Bundesliga haben die Kiezkicker noch immer nicht die gewünschten Verstärkungen verpflichtet. Und im Trainingslager im österreichischen Mayrhofen gab es nun auch noch Hiobsbotschaften. Rico Benatelli und Boris Tashchy, die bislang einzigen Neuzugänge, mussten verletzt die Heimreise antreten.

Rückkehr der Rekonvaleszenten ungewiss

Der aus Dresden gekommene Benatelli und der vom MSV Duisburg verpflichtete Tashchy klagten über Oberschenkelprobleme, die in Hamburg genauer untersucht werden sollen. Das Rekonvaleszenten-Quartett Johannes Flum, Philipp Ziereis, Henk Veerman und Luca Zander - alles Stammspieler - steckt mitten in der Reha-Phase und war ohnehin in der Hansestadt geblieben. Die Rückkehr ins Mannschaftstraining oder gar ins Team ist bei allen schwer absehbar.

Der Kader des FC St. Pauli 2019/2020

Auch Bornemann spricht von Baustellen

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Zwei Neue beim Trainingsauftakt von St. Pauli

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Rico Benatelli von Dynamo Dresden und Boris Tashchy vom MSV Duisburg sind bislang die einzigen Neuzugänge beim FC St. Pauli. Dabei ist die Zweite Liga in dieser Saison extrem stark. Video (02:02 min)

"Es ist klar, dass wir offene Baustellen haben, die wir schließen wollen", sagte Andreas Bornemann dem "Hamburger Abendblatt" und benutzte dabei das gleiche Vokabular wie HSV-Trainer Dieter Hecking. Dennoch will der erst seit Monatsbeginn für St. Pauli tätige Sportchef die Ruhe bewahren, zumal das Transferfenster bis zum 2. September geöffnet bleibt. "Wir denken auch an Leihgeschäfte von Spielern, die bei Erstligisten weniger Einsatzchancen haben, aber uns sofort helfen können", erklärte Bornemann. Da die Bundesliga aber erst Mitte August startet, kommen überzählige und damit potenziell wechselwillige Spieler erst auf den Markt, wenn die Zweite Liga schon längst läuft.

Luhukay sieht Team bei 60 Prozent

Trainer Jos Luhukay hatte bereits moniert, dass der Kader "zu höchstens 60 Prozent" besetzt sei. Er forderte mindestens drei neue Akteure, "es können aber auch vier, fünf oder sechs sein", sagte er. Immerhin gab es am Sonntag einen 3:0-Testspielsieg gegen Zweitliga-Absteiger Ingolstadt, der Luhukay milde stimmte: "Natürlich war noch nicht alles richtig, alles gut, aber es waren sehr positive Ansätze da."

Ihr zweites Test-Match absolvieren die Kiezkicker am Mittwoch (16 Uhr) beim österreichischen Erstliga-Aufsteiger WSG Wattens. Am Freitag werden die Hanseaten in Hamburg zurückerwartet. Ihr erstes Punktspiel steigt am 29. Juli (20.30 Uhr) bei Arminia Bielefeld.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 08.07.2019 | 19:30 Uhr

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