Stand: 08.02.2019 07:19 Uhr

St. Pauli beflügelt: Folgt nun der Coup in Köln?

Einen Tag zum Genießen gestattete Markus Kauczinski seinen Spielern nach dem hochemotionalen 3:2-Heimsieg gegen den 1. FC Union Berlin. Am Mittwoch aber schärfte der Trainer des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli wieder die Sinne seiner Profis für die schon in Kürze anstehende, nächste schwere Aufgabe. Heute (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) sind die Kiezkicker beim 1. FC Köln zu Gast - jenem Club, der als Top-Favorit auf den Aufstieg in die Bundesliga in die Saison gegangen ist. Die Zeit der Vorbereitung sei kurz, gab der 48-Jährige in der Pressekonferenz zu bedenken. Aber er habe das Gefühl, dass der Last-Minute-Sieg gegen die "Eisernen", einen Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg, "uns beflügelt. Ich spüre auch das Kribbeln, dass es gleich weitergeht, der nächste Hammer auf uns wartet und wir uns wieder beweisen können."

1. FC Köln - FC St. Pauli: Der Teamvergleich

Den Braun-Weißen bietet sich eine prächtige Perspektive. Gelingt beim Geißbock-Club anders als im Hinspiel (3:5) ein Sieg, lösen sie den Stadtrivalen Hamburger SV als Spitzenreiter ab. Es wäre dann sogar eine Tabellenführung für das gesamte Wochenende - mindestens. Schließlich empfängt der HSV erst am Montagabend Dynamo Dresden.

Kiezkicker treffen auf ausgeruhten Gegner

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Hamburg Journal

St. Pauli: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

05.02.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal

Nach dem Heimsieg gegen Union Berlin steht St. Pauli auf Platz zwei der Tabelle. Doch viel Zeit zur Freude bleibt nicht - am Freitag wartet bereits Verfolger Köln auf den Kiezclub. Video (01:53 min)

Was die ohnehin schon schwere Aufgabe für St. Pauli nicht einfacher macht: Die Kölner gehen ausgeruht in die Toppartie des 21. Spieltages. Am Sonntag fiel ihre Begegnung in Aue wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus. "Das wird eine knifflige Situation für uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Köln wird direkt versuchen aufs Gaspedal zu drücken. Ich erwarte den Gegner mit viel Wucht und mit viel Macht - gerade in so einem ausgeruhten Zustand", sagte Kauczinski.

Für die Rheinländer war er voll des Lobes. "Das wird das nächste Brett. Köln ist von der Kaderbesetzung und vor allem vom Offensivspiel her das stärkste Team der Liga. Sie haben richtig viel Erfahrung - auch im Mittelfeld", sagte Kauczinski. Im Team des früheren Holstein-Trainers Markus Anfang nehmen die ehemaligen Kieler Rafael Czichos und Dominick Drexler wichtige Rollen ein. Sie sind die einzigen Feldspieler, die bisher in allen 19 Partien zum Einsatz gekommen sind. "Wir müssen unsere Momente und Räume finden, in denen wir gefährlich sind. Es braucht einen guten Tag. Das haben wir gegen Berlin geschafft und das müssen wir gegen Köln einmal mehr zeigen", sagte Kauczinski.

Kölner mit Respekt vor Meier

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Mit einigem Respekt vor dem Gegner geht allerdings auch der "Eff-Zeh" in die Partie. "St. Pauli hat einen breiten Kader mit guter Qualität. Sie haben Spieler wie Alex Meier in der Hinterhand, die auch von Beginn an spielen können. Sie haben immer wieder die Möglichkeit, durchzuwechseln", sagte Anfang am Mittwoch.

Im Geißbockheim ging es vor allem um einen Spieler der Hamburger - "Fußball-Gott" Meier. "Wenn man so eine Klasse hat wie Alex, dann kann man auch älter sein und weniger Spielpraxis haben und trotzdem gut sein", sagte Kölns Geschäftsführer Armin Veh: "Alex ist nicht nur ein richtig guter Fußballer, sondern auch ein angenehmer Mensch. Er ist ein toller Spieler mit einem tollen Charakter. Ihm wünscht man immer nur das Beste - am Freitag mache ich das allerdings mal nicht."

Weitere Informationen

Ergebnisse und Tabelle 2. Fußball-Bundesliga

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 08.02.2019 | 22:40 Uhr

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