Stand: 30.11.2019 17:00 Uhr

Mit Glück und Geschick: Rostock beendet Pleitenserie

von Bettina Lenner, NDR.de

Drittligist Hansa Rostock hat in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Mannschaft von Trainer Jens Härtel setzte sich am Sonnabend dank eines Eigentores mit 1:0 (1:0) gegen die Würzburger Kickers durch und feierte damit den ersten Sieg nach zuvor drei Pleiten in Folge. "Wir haben uns die drei Punkte hart erfightet. Es war wichtig, nach drei Niederlagen so eine Reaktion zu zeigen", sagte Härtel.

Der Coach hatte Konsequenzen aus dem schwachen 0:2 in der Vorwoche in Kaiserslautern gezogen, nahm sechs Veränderungen in der Startelf vor und kehrte in der Defensive von einer Dreier- zur Viererkette zurück. Tatsächlich zeigten sich die Mecklenburger deutlich verbessert, allerdings haperte es weiterhin an der Effektivität. In der zwölften Minute hatte Kickers-Keeper Vincent Müller keine große Mühe mit dem 14-Meter-Schuss von Mirnes Pepic, kurz darauf rauschte eine Direktabnahme von Lukas Scherff, der nach siebenmonatiger Verletzungspause ein gelungenes Comeback feierte, knapp am Tor der Gäste vorbei. Nico Neidhart (19.) von der Strafraumgrenze, Nik Omladic (29.) aus rund 18 Metern sowie Korbinian Vollmann aus kurzer Distanz per Kopf (33.) verbuchten weitere Möglichkeiten. Und weil auch die Gäste zu guten Gelegenheiten kamen, hatte die Begegnung hohen Unterhaltungswert.

Kurioses Eigentor bringt Hansa in Front

Die größte Chance der ersten Hälfte besaß indes Würzburgs Simon Rhein, dessen Superschuss in der 36. Minute allerdings an die Latte krachte.

17.Spieltag, 30.11.2019 14:00 Uhr

Hansa Rostock

1

Würzburger K.

0

Tore:

  • 1:0 Pfeiffer (45., Eigentor)

Hansa Rostock: Kolke - Ahlschwede, Sonnenberg, Rieble, Neidhart - T. Öztürk, M. Pepic - Omladic, Vollmann (68. Opoku), Scherff (79. Butzen) - Breier (84. Verhoek)
Würzburger K.: Müller - Hemmerich (84. Schweers), Hägele, Schuppan, Kwadwo (77. Sontheimer) - F. Kaufmann, Gnaase, Rhein, Vrenezi - Widemann (77. Ronstadt), Pfeiffer
Zuschauer: 11020

Weitere Daten zum Spiel

Schon zuvor hatte dem Rostocker Anhang der Atem gestockt, als Verteidiger Nico Rieble mit Risiko klärte und sein abgefälschter Ball gefährlich in die Nähe des eigenes Tores kam (22.). Das ging gerade noch gut - anders als auf der Gegenseite kurz vor der Pause. Da brachte ein Eigentor die Hausherren unverhofft in Front: Nach einem Freistoß von Omladic wollte Würzburgs Stürmer Luca Pfeiffer mit dem linken Fuß klären und bugsierte den Ball stattdessen ins eigene Netz. Das ebenso kuriose wie glückliche 1:0 für Hansa Sekunden vor dem Pausenpfiff!

Kolke im Hansa-Tor überragend

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein mitreißendes Drittliga-Spiel. Würzburg drängte mit Wut im Bauch auf den Ausgleich, Hansa auf das 2:0. Der starke Pepic hatte in der 63. Minute die Riesengelegenheit dazu, drückte den Ball nach gelungenem Querpass von Vollmann jedoch am Ziel vorbei. Müller machte den Mecklenburgern manch eine Gelegenheit zunichte, sein Rostocker Pendant Markus Kolke war der Riesenrückhalt seines Teams und parierte mehrfach glänzend.

Die Chancenverwertung seiner Vorderleute blieb überschaubar, Einsatz und Geschick zahlten sich an diesem Tag jedoch aus. In der Schlussphase hielten die Rostocker den Ball clever vom eigenen Kasten fern und setzten selbst Akzente, am Ende standen der ersehnte Befreiungsschlag und Jubel pur im Ostseestadion. "Wir hätten auch 4:0 gewinnen können, aber egal, 1:0 ist auch gut. Wir wollten unbedingt gewinnen und sind überglücklich", sagte Scherff.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 30.11.2019 | 14:00 Uhr