Ein Mann in Handschellen steht neben einem Polizeifahrzeug. © picture alliance/Fotostand/K. Schmitt Foto: K. Schmitt

Nach Tod eines Hertha-Fans: Beschuldigter in Rostock verhaftet

Stand: 03.08.2022 15:56 Uhr

Nach dem Tod eines Anhängers des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist ein mutmaßlicher Täter festgenommen worden. Wie die Generalanwaltschaft Berlin am Mittwoch mitteilte, sei am Vormittag ein "24-jähriger Beschuldigter" in Rostock verhaftet worden. 

Noch im Laufe des Tages werde die Person "dem Ermittlungsrichter zur Verkündung des bereits gegen ihn erlassenen Haftbefehls vorgeführt". Dabei geht es um Körperverletzung mit Todesfolge.

Der Person werde vorgeworfen, am 19. Mai nach dem Relegationsspiel zwischen Hertha und dem Hamburger SV (0:1) "dem Geschädigten so heftig mit der Faust ins Gesicht geschlagen zu haben, dass dieser ungebremst zu Boden fiel und mit dem Hinterkopf auf dem Asphalt aufschlug", hieß es in der Mitteilung.

Opfer starb nach vier Wochen im Koma

Das 55 Jahre alte Opfer war nach dem Spiel an einer Kreuzung mit einem Autofahrer in Streit geraten. Als der Hertha-Fan weitergehen wollte, sei der Beifahrer des Wagens, der ein Oberteil mit dem Vereinslogo von Hansa Rostock getragen haben soll, ausgestiegen und habe ihn niedergeschlagen. Der Mann erlitt durch den Aufprall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und starb schließlich nach vier Wochen im Koma.

Die Polizei hatte mit einem Phantombild nach einem Verdächtigen gesucht, das auf Grundlage einer Zeugenaussage erstellt worden war.

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Sport aktuell | 03.08.2022 | 16:17 Uhr

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