Stand: 30.11.2019 14:52 Uhr

Dresden war für Holstein Kiel wieder eine Reise wert

von Ines Bellinger, NDR.de
Brachte Kiel mit seinem vierten Saisontor auf die Siegerstraße: Emmanuel Iyoha.

Für Holstein Kiel und seine Fans bleibt Dresden eines der beliebtesten Reiseziele auf der Fußball-Landkarte. Die "Störche" gewannen am Sonnabend bei den abstiegsbedrohten Sachsen mit 2:1 (2:0) und brachten im zehnten Jahr in Folge Punkte aus "Elbflorenz" mit. Während die KSV mit dem zweiten Auswärtssieg nacheinander auf Platz fünf kletterte, bildet Dynamo nun das Schlusslicht der Zweitliga-Tabelle. "Ganz starke erste Hälfte von uns. Wir haben viele Dinge richtig gemacht und hätten vielleicht auch mit einem 3:0 in die Pause gehen können. Am Ende haben wir es sehr gut verteidigt", sagte Holstein-Kapitän Hauke Wahl.

Iyoha bringt Kiel in Führung

Trainer Ole Werner musste in Dresden auf Alexander Mühling verzichten, der eine Bänderdehnung im Sprunggelenk auskuriert. Der defensive Mittelfeldspieler hatte beim 6:3 in Wiesbaden mit zwei Toren geglänzt. Für ihn rückte Aleksandar Ignjovski in die Startelf.

15.Spieltag, 30.11.2019 13:00 Uhr

Dyn. Dresden

1

Holstein Kiel

2

Tore:

  • 0:1 Iyoha (15.)
  • 0:2 S. Özcan (30.)
  • 1:2 F. Ballas (79.)

Dyn. Dresden: Broll - Ehlers, F. Ballas, J. Müller - Kulke, Nikolaou (46. Atik), Burnic (70. Stor), Kreuzer (46. Löwe) - Klingenburg - Kone, Jeremejeff
Holstein Kiel: Gelios - Neumann, Wahl, Thesker, van den Bergh - Meffert - Ignjovski (83. Khelifi), S. Özcan - Iyoha (62. M. Baku), Serra (90.+2 Schmidt), J. Lee
Zuschauer: 24811

Weitere Daten zum Spiel

Eine Viertelstunde lang spielte sich das Geschehen mit ermüdend fehlerhaften Ballstafetten zwischen den Strafräumen ab. Doch dann initiierte Janni Serra einen blitzsauberen Spielzug, der zum 1:0 führte. Der Offensivmann schickte auf der linken Seite Jae-Sung Lee, den kein Dresdner angreifen wollte. Der Südkoreaner nutzte diese Freiheit zu einem zentimetergenauen Flachpass in die Mitte, wo Emmanuel Iyoha gedanklich schneller war als Jannik Müller und aus acht Metern vollendete (15.).

Serra bereitet auch das zweite Tor vor

Plötzlich waren die Dresdner wach und kamen ihrerseits zu guten Möglichkeiten. Allein ihrer Abschlussschwäche war es zu verdanken, dass Kiel bei den Schüssen von Dzenis Burnic (16.) und Niklas Kreuzer (18.) nicht postwendend den Ausgleich kassierte. Wie man seine Chancen effizient nutzt, demonstrierte die KSV den Gastgebern vor der Pause noch ein zweites Mal. Wieder verschaffte sich Serra mit einer einfachen Körpertäuschung Platz und passte mit dem linken Außenrist steil auf Salih Özcan. Der schüttelte seinen Verfolger Florian Ballas ab und ließ Dynamo-Torwart Kevin Broll mit einem Flachschuss ins linke Eck keine Chance (30.). Ignjovski hätte freistehend aus zehn Metern sogar auf 3:0 stellen können, schloss aber überhastet ab (38.).

Kiel kommt noch in Bedrängnis

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Lenke seine Kollegen in die richtige Richtung: Kiels Janni Serra.

Die beinahe teilnahmslos wirkenden Dresdner mussten sich zur Halbzeit ein Pfeifkonzert ihrer sonst so treuen Fans gefallen lassen. Von einem couragierten Auftritt wie noch vor einer Woche beim Hamburger SV (1:2) war Dynamo meilenweit entfernt. Trainer Cristian Fiel zog die Konsequenz und wechselte doppelt. Allein, es brachte nicht viel, weil seine verunsicherten Spieler das Tor einfach nicht treffen. Symptomatisch die Szene in der 54. Minute, als René Klingenburg, der sich als einer der wenigen gegen die drohende neunte Saisonniederlage stemmte, freistehend aus zehn Metern kapital verzog. Nicht einmal mehr Pfiffe waren danach zu hören.

Auf der anderen Seite wussten die Kieler mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken ihre Ballsicherheit weidlich zu nutzen. Im Verwaltungsmodus wollten sie den Sieg über die Zeit bringen. Doch plötzlich gerieten sie doch noch einmal in Bedrängnis. Ballas zog aus 20 Metern ab, und vom Rücken von Baris Atik, der in der Schussbahn stand und sich wegducken wollte, fand der Ball den Weg ins linke Eck (79.) - unhaltbar für KSV-Keeper Ioannis Gelios. Am Ende hätten die Kieler für ihre Passivität beinahe noch einen hohen Preis zahlen müssen. Doch beim fulminanten Schuss von Luka Stor war Gelios auf dem Posten (88.).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 30.11.2019 | 13:00 Uhr