Stand: 13.04.2019 21:19 Uhr

Hansa verliert Traditionsduell gegen Jena

von Bettina Lenner, NDR.de

Hansa Rostock hat das Traditionsduell gegen Carl Zeiss Jena mit 1:2 (1:1) verloren. Die Mecklenburger waren am Sonnabend gegen den Tabellenvorletzten der Dritten Liga lange die überlegene Mannschaft, wurden am Ende aber für eine zunehmend lethargische Vorstellung bestraft. In der zweiten Hälfte enttäuschten die Hausherren komplett. Nach zuvor sieben Spielen ohne Niederlage in Serie war es die erste Pleite für das Team von Trainer Jens Härtel. Für Jena könnte der Sieg, den ausgerechnet der ehemalige Rostocker Manfred Starke perfekt machte, auf dem Weg zum möglichen Klassenerhalt überlebenswichtig sein.

Fulminanter Beginn mit zwei Toren

Die Partie hatte fulminant mit gleich zwei Treffern binnen zehn Minuten begonnen. Zunächst enteilte Starke Hansa-Verteidiger Maximilian Ahlschwede und legte quer auf Maximilian Wolfram, der flach zur Gäste-Führung einschob (5.). FCH-Torhüter Ioannis Gelios sah dabei nicht gut aus. Nur vier Minuten später dann die Rostocker Antwort: Ahlschwede passte den Ball flach in die Mitte, wo Pascal Breier unbedrängt zum Schuss kam und den Ausgleich erzielte. Jena, zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl, weil Angreifer Phillip Tietz wegen Nasenblutens behandelt wurde, verteidigte in dieser Situation schwach. Den Mecklenburgern dürfte das nur recht gewesen sein, ohnehin übernahmen sie nun zusehends das Kommando.

Letzter Punch in der Offensive fehlt

33.Spieltag, 13.04.2019 14:00 Uhr

Hansa Rostock

1

FC CZ Jena

2

Tore:

  • 0:1 Wolfram (5.)
  • 1:1 Breier (9.)
  • 1:2 Starke (76.)

Hansa Rostock: Gelios - Hüsing, Bischoff, Riedel - Ahlschwede, T. Öztürk, M. Pepic, Cros (46. Scherff / 77. Wannenwetsch) - Soukou, Breier (63. Hilßner), Biankadi
FC CZ Jena: Coppens - Schau, Grösch, Volkmer, Gerlach, Fl. Brügmann - Starke (86. Eismann), Kübler, Eckardt - Wolfram (89. Fassnacht), P. Tietz (59. Fe. Brügmann)
Zuschauer: 16087

Weitere Daten zum Spiel

Nach rund einer Viertelstunde schlenzte Merveille Biankadi den Ball sehenswert von der Strafraumgrenze auf das gegnerische Tor, doch FCC-Keeper Jo Coppens parierte stark. Auch Tanju Öztürk scheiterte am guten Schlussmann (35.) der Thüringer, der den Kopfball des 29-Jährigen zur Ecke lenkte. Die abstiegsbedrohten Gäste bemühten sich nach Kräften um Spielkontrolle, viel fiel dem Tabellen-19. aber nicht ein. Hansa dagegen konnte die sich bietenden Räume nicht für einen weiteren Treffer nutzen, es fehlte der letzte Punch in der Offensive - 1:1 zur Pause.

Hansa in der zweiten Hälfte schwach

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Rostocker noch kurze Zeit das gefährlichere Team, verfielen dann aber in einen uninspirierten Trott. Der Abstiegskandidat kämpfte dagegen mit dem Mut der Verzweiflung - und belohnte sich. Nach einem schnellen Konter erzielte Starke mit einem überlegten und platzierten Schuss das 2:1 (76.). "Seit ich hier bin, war das die schlechteste Halbzeit, die wir zu Hause gespielt haben. Das Tor zeigt alles. Da sind wir alle ein bisschen zu langsam und hoffen, aber hoffen ist dann halt nicht. Jena hat dann den Sieg leidenschaftlich nach Hause gebracht. Wir hatten keine richtigen Antworten oder Lösungen mehr", bilanzierte Härtel.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 13.04.2019 | 19:30 Uhr

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