Stand: 24.02.2018 15:55 Uhr

Hansa besiegt Tabellenführer Magdeburg

von Bettina Lenner, NDR.de

Die Zweitliga-Träume von Hansa Rostock werden immer konkreter. Die Mecklenburger setzten sich am Sonnabend im Drittliga-Topspiel gegen Spitzenreiter 1. FC Magdeburg mit 1:0 (1:0) durch und gewannen damit das Duell zweier Aufstiegsaspiranten. Das Tor des Tages erzielte Bryan Henning. "Ich bin sehr stolz, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Wir haben ein Zeichen gesetzt", sagte Trainer Pavel Dotchev, dessen Team weiterhin Tabellenplatz vier mit nur einem Punkt Rückstand auf den Relegationsrang belegt: "Magdeburg hat zum Schluss den Druck erhöht, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass wir das Spiel aus der Hand geben werden."

Dabei hatte der Coach zunächst einmal Hiobsbotschaften verkraften müssen. Marcel Hilßner, der sich im Abschlusstraining das Knie verdrehte, und Kapitän Amaury Bischoff (muskuläre Probleme) fielen kurzfristig aus. Willi Evseev und Winter-Zugang Nico Rieble, der sein Startelf-Debüt gab, kamen von Beginn an zum Zug.

Hansa zunächst mit Mühe

Vor rund 23.000 Zuschauern (Drittliga-Saisonrekord) im Ostseestadion begann Magdeburg mit offensivem Pressing, die Gastgeber hatten Mühe, ihr Spiel zu ordnen. Die erste Chance war entsprechend dem Tabellenführer vorbehalten, Tobias Schwede scheiterte nur am Außenpfosten (6.). Nach zehn Minuten war Hansa am Zug, als sich eine verunglückte Flanke von Evseev als Bogenlampe gefährlich auf das Magdeburger Tor senkte, doch Keeper Jan Glinker rettete mit den Fingerspitzen.

Das Geschehen verlegte sich ins Mittelfeld, die bundesligataugliche Kulisse sah ein umkämpftes Spiel, in das die Mecklenburger immer besser hineinfanden. Die umjubelte Führung nach 28 Minuten daher alles andere unverdient: Evseev spielte den Ball passgenau in den Lauf von Henning, der gleich zwei Magdeburger stehen ließ und überlegt zur Führung abschloss - 1:0. Kurz vor der Pause hatte Hansa Pech, als Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) den Zupfer von Felix Schiller am Trikot von Angreifer Soufian Benyamina ungeahndet ließ. Statt Elfmeter für Rostock gab es kurz vor dem Pausenpfiff noch eine Riesenchance für Magdeburg, Janis Blaswich parierte aber stark gegen Marius Sowislo.

Blaswich hält den Sieg fest

Auch nach dem Seitenwechsel war der FCH-Keeper gefordert, zeichnete sich im Duell mit dem kurz zuvor eingewechselten Julius Düker erneut aus (57.). Auf ihren Schlussmann konnten sich die Mecklenburger auch im Anschluss verlassen, und das war gut so, denn die Kontertaktik der Gastgeber ging nicht auf. Magdeburg übernahm das Kommando auf dem Platz. Die Chance zum 2:0 gab es dennoch, als sich Evseev alleine vor dem gegnerischen Kasten fand, jedoch genau auf Glinker zielte (67.). Weil aber auch die Gäste nicht konsequent genug agierten, wie Düker bei einer großen Möglichkeit in der 82. Minute, und Blaswich einmal mehr gegen Dennis Erdmann glänzte (90.), rettete der FC Hansa den wichtigen Sieg in einem dramatischen Finish über die Zeit. Am kommenden Freitag reist Rostock zu Kellerkind Werder Bremen II - ohne Innenverteidiger Julian Riedel, der sich die fünfte Gelbe Karte einhandelte.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 24.02.2018 | 14:00 Uhr

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