Stand: 06.06.2020 21:52 Uhr

Sieg in Meppen - Hansa-Kogge wieder auf Kurs

von Ines Bellinger, NDR.de
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Traf doppelt in Meppen: Hansa-Stürmer Aaron Opoku (M.).

Hansa Rostock hat im Aufstiegskrimi der Dritten Liga wieder Witterung aufgenommen. Mit dem hochverdienten 3:0 (2:0) im Nordduell beim SV Meppen gelang der Mannschaft von Trainer Jens Härtel am Sonnabend der erste Sieg nach der Corona-Pause. Rostock rückte zwar "nur" auf Rang neun vor, verkürzte den Rückstand auf den Relegationsplatz aber auf drei Punkte. Der SVM indes bleibt nach dem Re-Start sieglos und rangiert nun zwei Zähler hinter Hansa.

Atemlos geht es für die Drittligisten weiter durch den Juni: Meppen muss am Dienstag (19 Uhr / im Livecenter bei NDR.de) bei Viktoria Köln antreten. Hansa empfängt Magdeburg zum Ostklassiker (20.30 Uhr).

Opoku mit einem Doppelpack vor der Pause

Neidhart gegen Neidhart hieß es im Emsland, denn Hansa-Coach Härtel hatte Nico Neidhart, den Sohn des SVM-Trainers, in die Rostocker Startelf berufen.

30.Spieltag, 06.06.2020 14:00 Uhr

SV Meppen

0

Hansa Rostock

3

Tore:

  • 0:1 Opoku (7.)
  • 0:2 Opoku (26.)
  • 0:3 Hanslik (83.)

SV Meppen: Domaschke - Jesgarzewski (46. Ballmert), Osée, Puttkammer, Amin (72. Piossek) - Egerer, Leugers (62. Evseev) - Kleinsorge (46. Rama), Andermatt (72. Düker), El-Helwe - Undav
Hansa Rostock: Kolke - Ahlschwede, Riedel, Sonnenberg, Butzen, Neidhart (78. Straith) - Granatowski (66. Hanslik), Nartey (35. M. Pepic), Bülow, Opoku (66. Breier) - Verhoek (78. Scherff)
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Offenbar erhoffte sich Härtel nach der ärgerlichen Heimniederlage gegen Waldhof Mannheim eine Trotzreaktion, denn auch der Ex-Meppener Nico Granatowski durfte wieder von Beginn an ran. Bei Meppen fehlten die Stammkräfte René Guder und Marco Komenda wegen Gelbsperren.

Nach einer kurzen Phase des Abtastens legten die dieses Mal in Rot spielenden Rostocker vor. Nach einem Einwurf erwischte John Verhoek mit einem Pass in die Tiefe die Gastgeber auf dem falschen Fuß. Aaron Opoku war eingelaufen und einen Tick schneller als der aus seinem Tor geeilte SVM-Keeper Erik Domaschke. Opoku traf den Ball zwar nicht optimal, doch aus 16 Metern kullerte das Spielgerät ungehindert ins Tor (7.). Bereits fünf Minuten später hätten die Gäste nachlegen können. Granatowski preschte rechts bis zur Grundlinie vor und legte quer ab, doch Hassan Amin war mitgelaufen und klärte vor der Linie.

Hansa war auf Kurs Wiedergutmachung, das war der Mannschaft in der ersten Hälfte deutlich anzumerken. Meppen spielte zwar gut mit, doch die Gäste waren zielstrebiger und entschlossener. Einen haarsträubenden Fehlpass von Florian Egerer nahm Opoku auf halblinks auf, zog nach innen und aus 17 Metern flach ab. Das 2:0 in der 27. Minute war das fünfte Saisontor der HSV-Leihgabe.

Kleinsorge vergibt Chance zum Anschluss

Die Chance, vor der Pause noch den Anschluss zu erzielen, vergab Marius Kleinsorge. Deniz Undav hatte ihn glänzend freiggespielt, doch Hansa-Torwart Markus Kolke klärte im Stile eines Verteidigers 18 Meter vor dem eigenen Tor (39.). Vergeblich monierte Kleinsorge nach dieser verpassten Gelegenheit, dass ihn Nico Neidhart mit einem Zupfer am Trikot noch entscheidend gestört hatte.

Hanslik macht das 3:0

SVM-Coach Christian Neidhart wechselte in der Pause doppelt: Verteidiger Markus Ballmert, der seinen Vertrag gerade bis 2022 verlängert hat, kam für Janik Jesgarzewski. Valdet Rama sollte anstelle von Kleinsorge für mehr Offensivaktionen sorgen.

Doch weder diese beiden noch der wenig später aufs Feld geschickte Ex-Rostocker Willi Evseev brachten die Wende für Meppen. In dem nun von vielen Fouls, einem Gelbe-Karten-Festival und zahlreichen Wechseln immer wieder unterbrochenen Spiel war Rostock näher am dritten Tor als die Gastgeber am Anschlusstreffer. Hansa-Torjäger Pascal Breier hatte kurz nach seiner Einwechslung die Riesenchance zum 3:0, Domaschke bekam aber noch die Finger an seinen kapitalen Schrägschuss (67.). In der 82. Minute sah Breier bei einem Konter schließlich den besser postierten Daniel Hanslik, der den Sack zumachte.

Piossek feiert Comeback

Die beste Szene für den SV Meppen spielte sich in der 71. Minute ab - sie hatte mit dem Ausgang der Partie aber nichts zu tun. Marcus Piossek wurde eingewechselt. Der Mittelfeldspieler kam sieben Monate nach einem Adduktorenabriss zu seinem Comeback.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.06.2020 | 14:00 Uhr