Stand: 25.08.2020 12:36 Uhr

HSV kalkuliert mit 30 Millionen Euro Verlust

Fußball-Zweitligist Hamburger SV steht nicht nur sportlich vor einer ungewissen Zukunft. Auch finanziell geht es den Hanseaten offenbar so schlecht wie nie zuvor. Nach Informationen von NDR 90,3 beträgt das Bilanz-Minus des Clubs für die vergangene Saison knapp acht Millionen Euro. Eigentlich hatten die Verantwortlichen zum Abschluss des Geschäftsjahres ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren wollen. Doch die Corona-Pandemie und ihre Folgen machten diese Pläne zunichte.

Eigenkapital im Winter aufgebraucht?

Was das neue Geschäftsjahr angeht, sind die Aussichten für den HSV noch düsterer. Wie NDR 90,3 aus dem Führungskreis der HSV Fußball AG erfuhr, kalkuliert der Club mit einem Minus von 30 Millionen Euro.

Die Summe könnte sogar noch höher ausfallen, sollte sich zum Beispiel kein neuer Sponsor für den Stadionnamen finden. Investor Klaus-Michael Kühne hatte zuletzt pro Jahr vier Millionen Euro gezahlt, ist aber ausgestiegen. Seit 2011 haben die Hamburger Verluste in Höhe von 74 Millionen Euro angehäuft.

Der Aufsichtsrat des HSV muss diese Kalkulation noch genehmigen, wird dies aller Voraussicht nach aber tun. Einige Vereinsmitglieder befürchten nun, dass das Eigenkapital von 41,9 Millionen Euro im Winter aufgebraucht sein könnte. Im Hintergrund gibt es bereits Überlegungen, die Mitglieder über einen weiteren Verkauf von Anteilen an der HSV Fußball AG abstimmen zu lassen, was noch vor knapp zwei Jahren auf einer Mitgliederversammlung kategorisch ausgeschlossen worden war.

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Sportplatz | 25.08.2020 | 16:30 Uhr

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