SWerder Bremens Ex-Trainer Markus Anfang schaut ernst. © IMAGO / Comsport

Gefälschter Impfpass: DFB sperrt Trainer Anfang

Stand: 26.01.2022 15:32 Uhr

Markus Anfang darf wegen seiner Impfpass-Affäre mindestens in dieser Saison nicht mehr als Trainer arbeiten. Zudem muss der Ex-Coach des Zweitligisten Werder Bremen 20.000 Euro Strafe zahlen.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sperrte den 47-Jährigen am Mittwoch rückwirkend ab dem 20. November für ein Jahr, setzt diese Strafe aber ab dem 10. Juni bis Mitte 2023 zur Bewährung aus. Zusätzlich muss Anfang eine Geldstrafe von 20.000 Euro zahlen. "Markus Anfang und Florian Junge haben durch ihr Handeln in erheblichem Maße gegen die Vorbildfunktion als Trainer verstoßen", sagte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, über den früheren Coach des Zweitligisten Werder Bremen und dessen Assistenten. Junge kam mit einer Geldstrafe von 3.000 Euro sowie einer Zehn-Monats-Sperre davon, die ab dem 1. Juni ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt wird.

"Im Hinblick auf ihre abgelegten Geständnisse ist es aber gerechtfertigt, einen Teil der Sperre zur Bewährung auszusetzen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, zur Saison 2022/2023 ein neues Engagement einzugehen", begründete Lorenz das Urteil.

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Markus Anfang © mago images/Jan Huebner

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Rücktritt im November, Geständnis im Januar

Das Bremer Gesundheitsamt hatte am 20. November Ermittlungen gegen Anfang und Junge wegen der Nutzung gefälschter Impfpässe eingeleitet. Zwei Tage später traten beide bei Werder am Tag des Heimspiels gegen den FC Schalke 04 von ihren Posten zurück. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat Anfang die Nutzung eines gefälschten Dokuments mittlerweile eingeräumt. Sportrechtlich liegt deshalb ein Verstoß gegen die Hygienekonzepte des DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor.

Anfang und Junge haben sich laut DFB-Mitteilung im Spätsommer 2021 "jeweils einen gefälschten Impfausweis besorgt, der sie unzutreffend als 'zweifach gegen das Coronavirus geimpft' auswies". Diesen hätten sie dann bei Werder vorgelegt, "sodass sie ab dem frühen Herbst nicht mehr an den im DFB-/DFL-Hygienekonzept vorgeschriebenen Testungen von Werder Bremen teilnahmen. Zudem legten beide den gefälschten Impfausweis auch dem Bremer Gesundheitsamt vor, um sich infolge des Kontakts mit dem damals an Corona erkrankten Bremer Spieler Marco Friedl der gesetzlich vorgeschriebenen Quarantäne zu entziehen."

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Sport aktuell | 26.01.2022 | 16:17 Uhr

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