Stand: 20.04.2019 14:52 Uhr

Dämpfer für Holstein Kiel im Aufstiegsrennen

von Thomas Luerweg, NDR.de
In einer umkämpften Partie waren die Kieler um Jae-Sung Lee (M.) auf verlorenem Posten.

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat einen herben Rückschlag im Rennen um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga erlitten: Im Verfolgerduell unterlag die Mannschaft von Trainer Tim Walter am Sonnabend dem SC Paderborn mit 1:2 (0:0). Die Gäste stellten die effektivere zweier starker Offensivreihen und siegten nicht unverdient an der Förde. KSV-Kapitän Dominik Schmidt zeigte sich in der NDR 2 Bundesligashow enttäuscht und sagte: "Wir haben uns selber geschlagen."

Honsak vergibt Riesenchance zur Führung

30.Spieltag, 20.04.2019 13:00 Uhr

Holstein Kiel

1

SC Paderborn

2

Tore:

  • 1:0 Okugawa (47.)
  • 1:1 Pröger (57.)
  • 1:2 Antwi-Adjej (82.)

Holstein Kiel: Reimann - Dehm, Schmidt, Wahl, van den Bergh - Bénes - Mühling, Meffert (72. Karazor) - J. Lee (74. Serra) - Okugawa, Honsak (66. K. Schindler)
SC Paderborn: Zingerle - Dräger, Schonlau, Hünemeier, Collins - Vasiliadis - Klement - Pröger (79. Tekpetey), Antwi-Adjej - Gueye (72. Zolinski), S. Michel (87. Gjasula)
Zuschauer: 13129

Weitere Daten zum Spiel

Walter stellte nach dem 1:1 bei Abstiegskandidat Ingolstadt in der Startelf zweimal um: Johannes van den Bergh kehrte nach seiner Gelbsperre zurück in die Viererkette, davor agierte Laszlo Bénes im Mittelfeld. Arne Sicker und Atakan Karazor saßen zunächst auf der Bank, ebenso wie Toptorjäger Janni Serra und erstmals nach seiner Verletzung auch Kingsley Schindler. Die Partie nahm von Beginn an Tempo auf. Die Gäste hatten schon nach zwei Minuten die erste Gelegenheit, als Sebastian Vasiliadis KSV-Keeper Dominik Reimann mit einem Fernschuss prüfte. Fast im Gegenzug vergaben die Kieler die Riesenchance zur Führung: Masaya Okugawa flankte von rechts auf den völlig freien Mathias Honsak, doch der traf bei seiner Direktabnahme aus acht Metern SCP-Keeper Leopold Zingerle (5.).

Duell auf Augenhöhe bis zur Pause

Beide Offensivreihen spielten weiter druckvoll, doch auf Seiten der Kieler fehlte meist beim letzten Pass die Präzision. Okugawa sorgte auf der rechten Seite immer wieder für gefährliche Vorstöße, fand aber meist keine Abnehmer für seine Hereingaben. Die Ostwestfalen versuchten es aus der Distanz, doch weder Vasiliadis (10.,12., 24.) noch Sven Michel (13.) konnten Reimann überwinden. Die beste Gästechance vor der Pause vergab Mohamed Dräger. Er scheiterte von rechts aus spitzem Winkel am Kieler Schlussmann (37.). Das Remis zur Pause war leistungsgerecht.

Kieler Führung nach der Pause

Direkt nach dem Wechsel sorgte die Rekordkulisse erstmals für lautstarken Jubel. Doch Honsak stand bei seiner Hereingabe auf Okugawa hauchdünn im Abseits und so zählte dessen Treffer nach 15 Sekunden nicht. Zwei Minuten später traf der Japaner wieder aus abseitsverdächtiger Position nach einer Flanke von Jannik Dehm von der rechten Seite - aber diesmal zählte der Treffer: 1:0 (47.). Fast hätte Bénes in der 52. Minute nachgelegt, doch er verzog aus spitzem Winkel. Aber Paderborn gab sich nicht geschlagen. Reimann konnte einen Kopfball von Sebastian Schonlau gerade noch abwehren (54.), war Sekunden später aber machtlos: Nach einer abgewehrten Ecke war Kai Pröger mit einem Schuss knapp außerhalb des Strafraums erfolgreich - 1:1 (55.). Fast hätte auch noch Michel getroffen, er legte den Ball aber hauchdünn vorbei (65).

Die "Störche" hielten jetzt ihrerseits dagegen und Walter setzte mit der Einwechslung von Serra und Schindler Offensivimpulse. In der 77. Minute hätte sich das fast ausgezahlt, aber Serra rutschte an einer tollen Flanke von Schindler vorbei. Doch der bittere Nackenschlag kam fünf Minuten später: Christopher Antwi-Adjej gelang aus 15 Metern ein sehenswerter Schlenzer von links ins lange Eck, Reimann war chancenlos (82.). Davon erholte sich die KSV nicht mehr.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 18.04.2019 | 19:30 Uhr

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