Stand: 15.02.2020 18:02 Uhr

Dreierpack-Weghorst schießt Wolfsburg zum Sieg

von Matthias Heidrich, NDR.de
Wout Weghorst erzielte beim 3:2-Sieg der Wolfsburger bei Hoffenheim alle drei Tore.

Wout Weghorst hat sich zurückgemeldet - und wie. Der niederländische Stürmer hat den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg am Sonnabend zum 3:2 (1:1)-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim geschossen. Der 27-Jährige erzielte in einem turbulenten Spiel mit drei Elfmetern und zahlreichen Videobeweisen alle drei Tore für die Niedersachsen, nachdem er zuvor monatelang nicht getroffen hatte.

Weghorst: "In dem Spiel war alles drin"

"In dem Spiel war alles drin. Ich finde, dass wir der verdiente Sieger sind", sagte der Matchwinner im NDR Interview. Sein Teamkollege Xaver Schlager pflichtete ihm bei: "Das war ein verrücktes Spiel. So etwas habe ich selten erlebt, aber am Ende haben wir verdient gewonnen. Unsere Willenskraft war entscheidend." VfL-Coach Oliver Glasner lobte sein Team: "Ich habe großen Respekt davor, was die Spieler heute auf den Platz gebracht haben."

Weghorst trifft vom Punkt für Wolfsburg

22.Spieltag, 15.02.2020 15:30 Uhr

Hoffenheim

2

VfL Wolfsburg

3

Tore:

  • 0:1 Weghorst (18., Handelfmeter)
  • 1:1 Baumgartner (45.)
  • 1:2 Weghorst (52., Foulelfmeter)
  • 2:2 Kramaric (60., Handelfmeter)
  • 2:3 Weghorst (71.)

Hoffenheim: Baumann - Posch, B. Hübner, Bicakcic (46. Zuber) - Kaderabek, Samassékou, Grillitsch (74. Dabbur), Skov - Rudy (46. Bruun Larsen), Baumgartner - Kramaric
VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Schlager, Arnold - Mehmedi (86. Klaus) - Weghorst (90.+1 Ginczek), Steffen (69. Brekalo)
Zuschauer: 22506

Weitere Daten zum Spiel

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase profitierten die Wolfsburger von einer ungeschickten Grätsche Sebastian Rudys. Xaver Schlagers Schuss traf den weit ausgefahrenen Arm des Hoffenheimers (17.) - Schiedsrichter Sören Storks zeigte sofort auf den Punkt. Weghorst verwandelte sicher für den VfL zur 1:0-Führung (18.) und beendete seine Torflaute. Zuletzt hatte der Niederländer Anfang Dezember beim 2:3 gegen Werder Bremen getroffen.

Mehmedis Tor zählt nicht

Die "Wölfe" hatten die Partie gegen harmlose Hoffenheimer im Griff und jubelten in der 40. Minute über das 2:0, allerdings zu früh. Der Treffer von Admir Mehmedi, der nach einem Kopfball von Weghorst abgestaubt hatte, wurde nach dem Einschreiten des Videoassistenten wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung Mehmedis zurückgenommen. Bitter für die Wolfsburger: Fünf Minuten später traf Christoph Baumgartner per Kopf zum 1:1-Ausgleich für die TSG.

Weghorst trifft zum zweiten Mal vom Punkt

Nach dem Seitenwechsel half der Videobeweis den Niedersachsen: Das Einsteigen von TSG-Kapitän Benjamin Hübner im Strafraum gegen Kevin Mbabu bewertete Referee Storks zunächst nicht als elfmeterwürdig (49.). Nach einer Meldung aus Köln und Ansicht der Szene am Seitenrand revidierte der Schiedsrichter seine Entscheidung - zu Recht. Weghorst trat erneut an und traf wieder - 2:1 für den VfL Wolfsburg (52.).

Videoassistent meldet sich verlässlich

Und es ging lustig weiter mit dem Doppelpass-Spiel Schiedsrichter Stork - Keller Köln: In der 57. Minute blockte der eben noch umjubelte Weghorst einen Freistoß von Robert Skov mit dem hohen Arm. Wieder kam die Meldung vom Videoassistenten, wieder schaute sich Stork die Szene an, wieder Elfmeter - dieses Mal aber für Hoffenheim. Andrej Kramaric verwandelte sicher zum 2:2-Ausgleich (60.).

Weghorst trifft aus dem Spiel heraus

Dass es Weghorst auch aus dem Spiel heraus kann, zeigte der Niederländer beim 3:2 für die "Wölfe" (71.). Nach einem perfekten Konter lupfte der Stürmer den Ball gefühlvoll ins lange Eck und machte seinen Dreierpack perfekt. Dieses Mal meldete sich Köln nicht. In der 88. Minute hätte Weghorst noch sein viertes Tor machen müssen, doch Oliver Baumann im TSG-Tor war zur Stelle. Die dritte Führung reichte aber auch so für die Wolfsburger.

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Sportclub | 16.02.2020 | 22:50 Uhr