Stand: 05.05.2018 18:41 Uhr

Wolfsburg verliert, aber nix passiert...

von Matthias Heidrich, NDR.de
Wolfsburgs Felix Uduokhai (l.) erwischte gegen Leipzig einen ganz schlechten Tag.

Auf sich selbst kann sich der VfL Wolfsburg offenbar nicht mehr verlassen, dafür aber auf die Kontrahenten im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Die Niedersachsen gingen am vorletzten Spieltag mit 1:4 (0:2) bei RB Leipzig unter, stehen dank der HSV-Pleite in Frankfurt aber weiter auf dem Relegationsrang 16 und haben sogar noch die Chance auf den direkten Klassenerhalt - da Freiburg in Gladbach verlor. "Es waren zu viele individuelle Fehler, um hier etwas mitzunehmen. Wir können den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir müssen jetzt Geschlossenheit an den Tag legen", sagte Maximlian Arnold dem NDR.

Labbadia zu Köln: "Das wird ein Nervenspiel"

Damit haben die "Wölfe" am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) ein Endspiel im eigenen Stadion gegen den bereits abgestiegenen 1. FC Köln. Ein Remis dürfte dann reichen, um den direkten Gang in Liga zwei zu verhindern (außer der HSV schießt Gladbach mit 10:0 aus dem Volksparkstadion). Bei einem Sieg und gleichzeitiger Niederlage Freiburgs gegen Augsburg würde für den VfL am Ende einer verkorksten Saison sogar noch der rettende Rang 15 stehen. "Wir brauchen jetzt einen Sieg im letzten Spiel. Das wird ein Nervenspiel", sagte Trainer Bruno Labbadia.

Wolfsburger Offenbarungseid beim 0:2

33.Spieltag, 05.05.2018 15:30 Uhr

RB Leipzig

4

VfL Wolfsburg

1

Tore:

  • 1:0 Lookman (24.)
  • 2:0 Ti. Werner (34.)
  • 2:1 Didavi (48.)
  • 3:1 Lookman (52.)
  • 4:1 Augustin (63.)

RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Konaté, Upamecano, Bernardo (69. Laimer) - Kampl, Demme - Do. Kaiser (89. Schmitz), Lookman - Augustin (67. Y. Poulsen), Ti. Werner
VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche (46. Dimata), Bruma, Uduokhai - Guilavogui, Arnold - Brekalo (79. Malli), Didavi (68. Rexhbecaj), Steffen - Origi
Zuschauer: 41487

Weitere Daten zum Spiel

Auf eine Packung deutete in Leipzig für die Wolfsburger zunächst nichts hin. Die Gäste kamen gut rein in die Partie, waren die gefährlichere Mannschaft. Josip Brekalo machte vorne ordentlich Dampf, und hinten stand die von Labbadia gewählte Abwehr-Dreierkette gut. Allerdings nur bis zur 24. Minute. Dann brachen die Leipziger über links durch, in der Mitte stand der starke Ademola Lookman goldrichtig und traf zum 1:0 für die Gastgeber. Der VfL wackelte und Leipzig legte nach. Ein Treffer von Jean-Kevin Augustin wurde zu Recht wegen Abseitsstellung aberkannt (31.), doch drei Minuten später erzielte Timo Werner das 2:0. Wolfsburgs Defensivleistung war dabei eine Offenbarung. Zunächst unterlief Robin Knoche ein Fehlpass im Spielaufbau, dann leistete sich Felix Uduokhai einen kompletten Aussetzer und zur Krönung tunnelte Werner Jeffrey Bruma. Nicht wenigen drängte sich dabei wohl der Gedanke auf, dass so ein Absteiger spielt. Einzige gute Nachricht aus Wolfsburger Sicht: Der HSV lag in Frankfurt seit der 31. Minute 0:1 hinten.

Gebrauchter Tag für Uduokhai

Nach dem Seitenwechsel keimte im VfL-Fanblock noch mehr Hoffnung auf. Daniel Didavi traf nach schöner Vorarbeit von Renato Steffen zum 1:2 für die Wolfsburger (48.). Gegen die defensiven Aussetzer der Niedersachsen war an diesem Tag aber kein Kraut gewachsen. Wie schon beim 0:2 stand Uduokhai auch in der 52. Minute völlig neben sich. Sein Rückpass geriet viel zu kurz, Werner ging dazwischen, bediente Lookman - 3:1 für Leipzig. Bitter für den 20-jährigen Uduokhai, der in den vergangenen Wochen noch zu den Besseren bei den Niedersachsen gehört hatte. Bei Leipzig lief es jetzt wie am Schnürchen, die Labbadia-Elf war hingegen sichtlich geknickt. Augustin erhöhte in der 63. Minute auf 4:1. Wolfsburgs Wille war gebrochen. Jetzt ging es für den VfL nur noch darum, die Tordifferenz im Vergleich zum HSV zu schonen. Immerhin das gelang dem VfL noch.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.05.2018 | 23:00 Uhr

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