Stand: 06.06.2020 20:33 Uhr

Braunschweig mit glücklichem Punkt gegen Bayern II

von Christian Görtzen, NDR.de
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Braunschweigs Martin Kobylanski trifft per Foulelfmeter - kurz nach dem Rückstand.

Nach zwei Siegen in Folge ist Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig am Sonnabend auf dem angestrebten Weg nach oben nicht wirklich vorangekommen. Die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen trennte sich mit 1:1 (1:1) vom starken Aufsteiger FC Bayern München II, der 81 Minuten lang in Unterzahl spielte. "Wir haben viel zu fahrig gespielt, waren nicht zielstrebig. Wir haben die Überzahl überhaupt nicht ausnutzen können - das ist dann einfach zu wenig", sagte Eintracht-Kapitän Bernd Nehrig dem NDR Sportclub.

Durch das letztlich gar glückliche Remis im heimischen Stadion rückten die Niedersachsen zwar in der Tabelle vom fünften auf den vierten Rang vor, doch die überholte SpVgg Unterhaching könnte am Sonntag schon mit dem Gewinn eines Punktes im Spiel bei Preußen Münster die alte Reihenfolge wieder herstellen. Auch Ingolstadt könnte durch einen Heimsieg gegen Großaspach noch vorbeiziehen.

Braunschweig gibt schnell die Antwort

Antwerpen hatte ein weiteres Mal auf extreme Rotation gesetzt. Wie schon im Spiel beim Halleschen FC (1:0) veränderte er in Zeiten der englischen Wochen seine Anfangsformation im Vergleich zur Partie zuvor auf gleich acht Positionen.

30.Spieltag, 06.06.2020 14:00 Uhr

Braunschweig

1

FC Bayern II

1

Tore:

  • 0:1 Arp (9.)
  • 1:1 Kobylanski (11., Foulelfmeter)

Braunschweig: Marcel Engelhardt - Goden (46. Ademi), B. Kessel, Burmeister, Kijewski - Kammerbauer, Nehrig (74. Pfitzner), Otto, Bürger (62. Putaro) - Kobylanski (79. Feigenspan), Pourié (46. Bär)
FC Bayern II: Hoffmann - Feldhahn, Richards, Stanisic - Will - Jeong, Welzmüller, Zaiser, Batista Meier (74. Musiala) - Arp (30. Waidner), Wriedt (90.+2 Kern)
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Mal waren nur Torhüter Marcel Engelhardt sowie die Offensivspieler Martin Kobylanski und Marvin Pourié wieder von Beginn an dabei. Bei den Gästen bildeten der ehemalige Osnabrücker Kwasi Okyere Wriedt und Ex-HSV-Profi Fiete Arp den Angriff. Letztgenannter trat schon früh in Erscheinung - aus Sicht der Norddeutschen in unerfreulicher Weise. Nach einem Steilpass aus dem Mittelfeld strebte der Bayern-Mittelfeldspieler Woo-Yeong Jeong über die linke Seite dem Eintracht-Tor entgegen, und zwar ungestört, da Gegenspieler Patrick Kammerbauer nur hinter ihm herlief, ihn nicht attackierte. Jeongs Ablage zur Mitte verwertete Arp, der einen Schritt schneller war als Niko Kijewski, zum 1:0 (11.) für Bayern II.

Die Antwort der "Löwen" folgte prompt. Nachdem Leon Bürger im Strafraum der Gäste durch Josip Stanisic zu Fall gebracht worden war, entschied Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) auf Strafstoß. Stanisic sah die Gelbe Karte und - da er daraufhin meckerte - auch gleich Gelb-Rot (12.). Kobylanski schoss den Ball vom Punkt sicher zum 1:1 (13.) ein. München war aber auch zu zehnt gefährlich: Jeong vergab in der 21. Minute eine sehr gute Gelegenheit. Braunschweig blieb gegen den dezimierten Gegner einiges schuldig, zur Pause hieß es 1:1.

Engelhardt rettet "Löwen" den Punkt

Die erste Chance des zweiten Abschnitts hatte erneut die beste Mannschaft der Rückrunde, der FC Bayern II. Nachdem sich Wriedt gegen Kijewski durchgesetzt hatte, lief er frei auf Engelhardt zu. Sein Schuss war aber nicht platziert genug (48.). Weiterhin war nicht zu erkennen, dass die Gäste einen Mann weniger in ihren Reihen hatten. Mehr noch: Sie waren überlegen. Und das hätte sich in der 65. Minute beinahe auch im Ergebnis widergespiegelt. Wriedt schoss aus 14 Metern an den Pfosten, der zurückspringende Ball landete in Engelhardts Armen. So stark die Münchner als Team auch sind - von Braunschweig kam insgesamt zu wenig.

Letztlich durften die Gastgeber sogar heilfroh sein, dass sie am Ende zumindest einen Punkt einsammelten. Jeong hatte noch zwei weitere erstklassige Chancen (83./87.), doch beide Male verhinderte Engelhardt einen Gegentreffer. In der dritten Minute der Nachspielzeit sah Eintracht-Profi Felix Burmeister wegen eines taktischen Fouls noch die Gelb-Rote Karte.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.06.2020 | 14:00 Uhr

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