Stand: 16.05.2018 11:00 Uhr

Abstieg: Einbußen für Eintracht - und die Stadt

Am Boden: Eintracht Braunschweigs Julius Biada (links) und Mirko Boland. Auch die Hoteliers der Stadt sind niedergeschlagen.

Sportlich ist der Abstieg von Eintracht Braunschweig aus der Zweiten Bundesliga ein herber Rückschlag. Auch finanziell bedeutet der Gang in die Dritte Liga einen herben Verlust. Allein die Fernseherlöse sinken in der kommenden Saison nach Angaben von Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt von mehr als zwölf Millionen Euro auf 800.000 Euro. Finanzielle Einbußen erwartet aber nicht nur die Eintracht, sondern die gesamte Stadt.

Braunschweigs Frederik Tingager (vorne) wird von Kiels Aaron Seydel geströstet. © dpa - Bildfunk Fotograf: Frank Molter

BTSV: Die wirtschaftliche Bedeutung des Abstiegs

NDR 1 Niedersachsen - Aktuell -

Braunschweig ist künftig drittklassig. Nicht nur sportlich wiegt der Abstieg schwer. Der Gang in die Dritte Liga schmerzt auch die Stadt.

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Bereits weniger Besucher als zu Bundesliga-Zeiten

Eintracht Braunschweig mache jedes Wochenende kostenlose Werbung für die Stadt, sagt Wieslaw Puzia vom Arbeitsausschuss Tourismus. Er ist auch Betreiber mehrerer Hotels. Wenn die Eintracht kommende Saison drittklassig spielt, erwartet er bundesweit deutlich weniger mediale Aufmerksamkeit. Als der Verein vor vier Jahren in der ersten Liga war, hätten sehr viele Fan-Gruppen und Familien in Braunschweig übernachtet, an jedem Spieltag. Das habe bereits in der Zweiten Liga deutlich abgenommen. Die Zahl könnte jetzt noch einmal zurückgehen, sagt Puzia.

Braunschweigs OB: "Kratzer im Lack"

Ähnlich sieht es der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Mit Daten könne er das zwar nicht belegen, die Befürchtungen seien aber da, so Geschäftsführer Alexander Krack. Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) spricht ebenfalls von einem Dämpfer. "Es gibt sicherlich in der Hotelerie und Gastronomie Einbrüche, das wird so sein", sagt er. In der Bundesliga seien Fans zu Auswärtsspielen nach Braunschweig gekommen und ein ganzes Wochenende in der Stadt geblieben. Außerdem fürchtet er um den Stolz der Braunschweiger auf ihre Stadt. "Da hat es jetzt schon einen kräftigen Kratzer im Lack gegeben", sagt er. Doch es gibt auch weniger pessimistische Braunschweiger, beispielsweise Gerold Leppa, Geschäftsführer des Stadtmarketings. Er betont, dass sehr wohl Fans anderer Vereine aus ganz Deutschland weiter in die Stadt kommen würden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.05.2018 | 16:00 Uhr

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