Stand: 09.12.2019 10:48 Uhr  - Markt

Wärmflaschen: Tipps zum Kauf

von Jessica Ostermünchner
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Eine Wärmflasche kann bei Bauchschmerzen helfen.

Wärmflaschen sind ein bewährtes Hausmittel bei Kälte und gegen Bauchschmerzen oder Verspannungen. Beim Kauf sollten Verbraucher auf die Größe, das Gewicht und das verwendete Material achten. Denn nicht alle Wärmflaschen sind frei von Schadstoffen.

Wärmflaschen: Gefahr durch Schadstoffe?

Markt -

Wärmflaschen sind ein bewährtes Hausmittel. Doch einige Produkte enthalten Schwermetalle und krebserregende Substanzen. Schon der Hautkontakt kann problematisch sein.

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Wie Wärme wirkt

Wenn die Haut nah an der schmerzenden Körperstelle auf über 40 Grad Celsius erwärmt wird, aktiviert der Körper Hitzerezeptoren. Diese hemmen die Funktion der Schmerzrezeptoren und lindern dadurch kurzfristig die Schmerzen. Außerdem führt die Wärme zu einem allgemeinen Zustand des Wohlbefindens und der Entspannung.

Größe, Gewicht und Bezug

Insbesondere für Kinder sollte eine Wärmflasche nicht zu groß sein. Je mehr Wasser reinpasst, desto schwerer wird das gefüllte Produkt. Gerade wenn die Wärmflasche auf dem Bauch liegen soll, könnte ein zu schweres Modell unangenehm sein. Wärmflaschen mit Bezug fühlen sich meist angenehmer auf der Haut an. Zudem kann der Bezug nach Belieben gewaschen und gewechselt werden.

Material: PVC oder Gummi?

Wärmflaschen bestehen meist aus PVC oder Gummi.

  • Wärmflaschen aus PVC sind in der Regel geruchsneutral und passen sich optimal dem Körper an. Sie können je nach Häufigkeit und Art der Nutzung mehrere Jahre halten.

  • Wärmflaschen aus Gummi bestehen oft aus natürlichem Material wie Kautschuk. Sie können mit der Zeit porös werden und sind deshalb für gewöhnlich nicht so lange haltbar wie PVC-Wärmflaschen.

Wärmflaschen aus beiden Materialien - PVC und Gummi - können Schadstoffe enthalten und beim Einfüllen von zu heißem Wasser platzen. Deshalb sollten Verbraucher beim Kauf auf Qualitätssiegel wie ein TÜV-Zertifikat achten und vor der ersten Benutzung die Gebrauchsanweisung gründlich lesen.

Weichmacher in Wärmflaschen

Zur Herstellung von vielen Wärmflaschen werden Weichmacher verwendet, sogenannte Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Bei längerem Hautkontakt stehen PAK im Verdacht, krebserregend zu sein, das Erbgut zu verändern und die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Für die maximale PAK-Konzentration gibt es Richtwerte. Bei Gegenständen mit einem Hautkontakt, der vorhersehbar länger als 30 Sekunden andauert, liegt der Richtwert bei 10 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg). Wärmflaschen ohne Prüfsiegel wie einem TÜV-Zertifikat können wesentlich mehr enthalten.

Wärmflasche auf Schäden überprüfen

Bevor Sie Wasser in eine Wärmflasche füllen, sollten Sie die Flasche und den Verschluss auf Schäden prüfen. Bei brüchigem Material oder anderen Verschleißerscheinungen sollten Sie die Wärmflasche nicht mehr verwenden. Spätestens nach fünf Jahren sollte man eine Wärmflasche gegen ein neues Produkt austauschen.

Wärmflaschen sicher befüllen

Füllen Sie kein kochendes Wasser in eine Wärmflasche. Denn der entstehende Wasserdampf dehnt sich in der Flasche aus und kann dazu führen, dass die Wärmflasche platzt. Dadurch kann es zu schweren Verbrennungen kommen.

Optimale Wassertemperatur

Für Erwachsene darf die Wassertemperatur in der Wärmflasche bis zu 60 Grad betragen. Ärzte empfehlen 47 Grad als ideale Wassertemperatur. Für Kinder sollte die Temperatur nicht höher als 40 Grad sein, um Verbrennungen zu vermeiden.

Legen Sie eine Wärmflasche niemals direkt auf die Haut. Spezielle Bezüge oder ein Handtuch schützen die Haut vor Verbrennungen. Handtücher können jedoch relativ leicht verrutschen.

Wie lange wärmt eine Wärmflasche?

Die gängigsten Wärmflaschen halten ihre Temperatur meistens über eine Stunde lang. Um die Zeit zu verlängern, in der die Flasche warm bleibt, sollte man das Wasser zunächst wie gewohnt erhitzen und in die Wärmflasche geben. Der Wärmflasche einige Löffel Salz hinzugeben, die Flasche danach verschließen und gut schütteln, damit sich das Salz auflöst. Auf diese Weise sollte die Wärmflasche länger warm bleiben.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 16.12.2019 | 20:15 Uhr

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