Stand: 18.08.2017 11:37 Uhr

So gesund sind Aprikose, Pfirsich und Pflaume

von Benjamin Cordes, Dagmar von Cramm
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Zum Steinobst gehören Aprikosen, Pfirsiche und Pflaumen.

Steinobst ist eine Gruppe von Früchten, die aus einem harten Kern mit weichem Fruchtfleisch bestehen. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben, zum Beispiel Violett, Rot und Gelb. Je nach Sorte hat Steinobst von Juli bis in den späten Herbst Saison. Besonders beliebt sind Aprikose, Pfirsich und Pflaume.

Steinobst enthält eine große Vielfalt an Vitaminen, Ballaststoffen, Mikronährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. zum Beispiel reichlich Vitamin A, C, fast alle B-Vitamine, Carotinoide und Flavonoide (Anthocyane). Außerdem steckt in den Früchten viel Kalium, Magnesium, Eisen, Mangan und Calcium. Steinobst kann die Abwehrkräfte stärken und gilt als förderlich für den Knochenstoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System.

Aprikosen: Herkunft und Anbau

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In Deutschland wachsen Aprikosen nur in Weingebieten.

Aprikosen stammen aus China und dem Hochland zwischen kaspischem und schwarzem Meer. Heute werden sie vor allem in den Mittelmeerländern, Österreich, Iran, Südafrika und den USA angebaut. In Deutschland gedeihen sie nur in Weinanbaugebieten.

Salizylsäure in frischen Aprikosen

Aprikosen enthalten besonders viel Betacarotin, Vitamin B1, B2 und C sowie Kalium, Kalzium und Phosphor. Sie können Haare und Nägel kräftigen und das Immunsystem stärken. Die Salizylsäure in Aprikosen hat antibakterielle Wirkung, zum Beispiel gegen unerwünschte Keime im Magen-Darm-Trakt.

Mehr Vitamine in getrockneten Aprikosen

Ungeschwefelte getrocknete Aprikosen sind braun, sehr süß und meist relativ hart. Sie enthalten weniger Wasser als frische Aprikosen. Dafür ist der Nährstoffgehalt fünfmal so hoch. Das hitzestabile Vitamin A (Retinol), das zellschützend wirkt, bleibt während der Trocknung weitgehend erhalten. Allerdings ist in Aprikosen relativ viel Sorbit und Fructose. In größeren Mengen können sie bei empfindlichen Menschen Blähungen hervorrufen.

Geschwefelte getrocknete Aprikosen sind kräftig-gelb und weicher als ungeschwefelte Trockenaprikosen. Sie schmecken aromatischer und säuerlicher. Außerdem enthalten geschwefelte Trockenaprikosen etwas weniger Vitamin B1 und Folsäure, denn beide Nährstoffe werden beim Schwefeln zerstört. Bei empfindlichen Menschen können geschwefelte Aprikosen Kopfschmerzen, Übelkeit und Magenprobleme hervorrufen, bei Asthmatikern Asthmaanfälle.

Tipps zum Aprikosen-Kauf

Reife Aprikosen sind im Supermarkt kaum zu bekommen, weil sie zu weich für den Transport sind. Aromatischer sind in der Regel getrocknete Aprikosen, die reif geerntet werden. Pestizide in Aprikosen lassen sich vermeiden, indem man Bio-Aprikosen kauft.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 21.08.2017 | 20:15 Uhr

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