Stand: 28.02.2018 10:30 Uhr

Erfolgreich und sicher Starthilfe geben

von Beatrice von Mangoldt

Eisige Temperaturen belasten Batterien enorm. Springt das Auto nicht mehr an, braucht es Starthilfe mit einem Überbrückungskabel. Doch die Erste Hilfe am Auto ist gar nicht so einfach. Zunächst sollte man in der Bedienungsanleitung des Autos die Hinweise zur Starthilfe lesen. Das gilt besonders für Fahrzeuge mit Start-Stopp-System sowie für Hybridautos. Oft werden Plus- und Minus-Pol vertauscht, wenn die Markierungen auf der Batterie schlecht zu erkennen sind. Dann gibt es einen Kurzschluss, an der Klemme des Starthilfekabels schlagen Funken. Der ADAC warnt: Im schlimmsten Fall können die Bordelektronik oder die Batterie dabei zerstört werden.

So leisten Sie Starthilfe fürs Auto

Beim Kabel auf gute Qualität achten

Die Kabel sollten bei Autos mit Benzinmotor einen Querschnitt von mindestens 16 Quadratmillimetern (mm²) haben, bei Dieselfahrzeugen sogar 25. Die DIN-Norm 72553 steht für gute Qualität. Manche Überbrückungskabel haben Schutzschalter. Sie verhindern Spannungsspitzen und damit Elektronikschäden im Auto. Um eine schwache Batterie wieder fit zu machen, sollte man mehr als 20 Minuten zügig mit dem Auto fahren. Denn eine kalte Batterie lädt sich nur langsam auf.

Anschieben als Starthilfe ungeeignet

Was tun, wenn kein Starthilfekabel zur Hand ist? Den Wagen anzuschieben, funktioniert nur bei Autos mit Benzinmotor. Bei Diesel-Fahrzeugen kann eine Strecke von mehreren Hundert Metern notwendig sein, bei Autos mit Automatikgetriebe ist das Anschieben sogar unmöglich. Und falls die Batterie gar nicht die Ursache für die Panne ist, kann Anschieben böse Folgen haben. Dabei kann unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator gelangen und dort Schaden anrichten. Viele Autohersteller weisen in der Bedienungsanleitung darauf hin, dass Anschieben keine geeignete Starthilfe ist. In diesem Fall kann ein Anruf bei der Pannenhilfe-Hotline eines Automobilclubs weiterhelfen.

So vermeiden Sie Batteriepannen

Lassen Sie die Batterie regelmäßig kontrollieren und die Kontakte an den Polen reinigen. An diesen Stellen können sogenannte Kriechströme entstehen, die den Akku langsam entladen. Auch dünnflüssige Leichtlauföle im Motor schonen die Batterie, denn sie bringen den Motor bei Kälte einfacher in Schwung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 28.02.2018 | 14:00 Uhr

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