Stand: 24.01.2019 09:02 Uhr

Erfolgreich und sicher Starthilfe geben

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Die Zangen des Starthilfekabels müssen sorgfältig angeklemmt werden.

Auf eisige Nächte folgt für manche Autofahrer eine böse Überraschung: Der Wagen springt morgens nicht mehr an. Dann ist Starthilfe mit einem Überbrückungskabel gefragt. Doch vor der Ersten Hilfe am Auto sollte man in der Bedienungsanleitung die Hinweise zur Starthilfe lesen. Das gilt besonders für Fahrzeuge mit Start-Stopp-System oder Hybrid-Antrieben. Der ADAC warnt: Im schlimmsten Fall können die Bordelektronik oder die Batterie beschädigt werden - speziell bei modernen Fahrzeugen mit viel Elektronik unterm Blech. Auf keinen Fall dürfen Plus- und Minus-Pol verwechselt werden. Das kann leicht passieren, wenn die Markierungen auf der Batterie schlecht zu erkennen sind.

So leisten Sie Starthilfe fürs Auto

Beim Kabel auf gute Qualität achten

Die Kabel sollten bei Autos mit Benzinmotor einen Querschnitt von mindestens 16 Quadratmillimetern (mm²) haben, bei Dieselfahrzeugen sogar 25. Für gute Qualität steht die DIN-Norm 72553. Manche Überbrückungskabel haben Schutzschalter, die Spannungsspitzen und damit Elektronikschäden im Auto verhindern sollen. Um eine schwache Batterie wieder fit zu machen, sollte man mehr als 20 Minuten zügig mit dem Auto fahren. Denn eine kalte Batterie lädt sich nur langsam auf.

Anschieben als Starthilfe ungeeignet

Was tun, wenn kein Starthilfekabel zur Hand ist? Den Wagen anzuschieben, funktioniert nur bei Autos mit Benzinmotor. Bei Diesel-Fahrzeugen kann eine Strecke von mehreren Hundert Metern notwendig sein, bei Autos mit Automatikgetriebe ist das Anschieben sogar unmöglich. Und falls die Batterie gar nicht die Ursache für die Panne ist, kann Anschieben böse Folgen haben. Viele Autohersteller weisen in der Bedienungsanleitung darauf hin, dass Anschieben keine geeignete Starthilfe ist. In diesem Fall kann ein Anruf bei der Pannenhilfe-Hotline eines Automobilclubs weiterhelfen. Der ADAC bietet Starthilfe-Tipps auch zum Ausdrucken als PDF.

Batterie kontrollieren und pflegen

Damit die Batterie auch bei Kälte fit bleibt, sollte sie regelmäßig kontrolliert werden. Die Pole müssen sauber und trocken sein, sonst können sogenannte Kriechströme entstehen, die den Akku langsam entladen. Zur Pflege hilft spezielles Polfett. Auch dünnflüssige Leichtlauföle im Motor schonen die Batterie, denn sie bringen den Motor bei Kälte einfacher in Schwung.

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Nordmagazin | 22.11.2018 | 19:30 Uhr

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