Stand: 02.11.2017 10:19 Uhr

Sicher durch Herbst und Winter radeln

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Reflektoren und Leuchtwesten können für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Immer mehr Menschen fahren auch im Herbst und Winter regelmäßig mit dem Fahrrad. In der dunklen Jahreszeit ist allerdings die Unfallgefahr wegen Glätte und schlechter Sicht besonders hoch. Es empfiehlt sich deshalb, im Herbst das Rad auf seine Funktionsfähigkeit zu überprüfen und einen kleinen Sicherheitscheck zu machen. Für Preise um 50 Euro bieten viele Fahrradläden und -werkstätten einen solchen Check an, die Wartezeiten sind allerdings manchmal lang. Vieles kann man auch selber machen.

1. Gut beleuchtet fährt sicherer

Ein gut beleuchtetes Fahrrad ist im Herbst und Winter ganz besonders wichtig. Laut Gesetz muss es vorne einen weißen Frontstrahler und einen weißen Reflektor haben, hinten müssen ein rotes Schlusslicht und ein roter Reflektor vorhanden sein. Neben dem Vorder- und Rücklicht müssen die Pedale vorne und hinten mit gelben Rückstrahlern ausgestattet sein. Zwischen den Speichen sind gelbe Rückstrahler an Vorder- und Hinterrad Pflicht. Eine legale Alternative sind reflektierende weiße Streifen an den Reifenflanken.

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Wer ohne Licht fährt, wird bei Dunkelheit schlechter gesehen und riskiert eine Strafe.

Kontrollieren Sie, ob das Licht vorne und hinten einwandfrei funktioniert. Falls nicht, prüfen Sie, ob die Birnen kaputt sind oder ob die Verkabelung zwischen Dynamo und Lampen unterbrochen ist. Möglicherweise sind auch die Kontakte verrostet oder verbogen. Wer neue Leuchten einbaut, sollte möglichst auf helle LED-Lichter zurückgreifen. Empfehlenswert sind Modelle mit Standlicht sowie mit Sensorautomatik, die sich bei Dunkelheit automatisch einschaltet. Wer noch ein älteres Fahrrad ohne Nabendynamo besitzt, sollte über eine Umrüstung nachdenken. Vorteile: Nabendynamos laufen auch bei nasser Straße zuverlässig und sind sehr leichtgängig.

2. Auf helle Kleidung achten

Generell sollten Radfahrer im Herbst und Winter auf möglichst helle Kleidung achten. Ideal sind zusätzliche Leuchtwesten oder Jacken und Hosen mit reflektierenden Streifen. Auch für Rucksäcke gibt es spezielle Hüllen in reflektierenden Farben oder Reflektoren zum Anhängen.

3. Bremsen überprüfen

Die Bremsen sollten natürlich immer gut funktionieren. Überprüfen Sie, ob ausreichend Gummi auf den Bremsbelägen ist und ob die Bremszüge intakt sind. Im Zweifel die Beläge und Züge austauschen. Zu locker eingestellte Bremsen lassen sich bei vielen Modellen über die Stellschraube am Bremszug fester ziehen.

4. Die Kette säubern oder wechseln

Kontrollieren Sie die Kette auf Rost. Ist der Rost zu stark, muss sie ausgewechselt werden. Ansonsten reicht es, sie zu säubern. Dafür die Kette und die Ritzel am besten mit einem trockenen Lappen weitgehend von Kettenschmiere befreien und danach beides gut ölen. Dafür eignet sich spezielles Fahrradöl aus dem Fahrradladen, aber auch günstiges Motoröl fürs Auto tut seinen Dienst. Hängt die Kette durch, muss sie neu gespannt werden.

5. Schrauben locker? Nachziehen!

Überprüfen Sie alle Schrauben einmal auf festen Sitz und ziehen Sie sie gegebenenfalls nach.

6. Reifen kontrollieren

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Im Winter kann man den Reifendruck etwas reduzieren. So hat das Rad mehr Haftung.

Wichtig bei nasser oder gar glatter Straße ist ein Reifen mit ausreichendem Profil. Ist das Profil deutlich abgefahren oder sind an den Seiten poröse Stellen zu sehen, sollte man den Mantel besser austauschen. Den Reifendruck kann man im Winter leicht senken, sodass er beim Mindestdruck liegt. Dann hat das Rad mehr Haftung. Im Fahrradhandel sind zudem spezielle Winterreifen für Räder erhältlich, die besonders gute Haftung auch bei Eis und Schnee bieten. Erhältlich sind auch Reifen mit Spikes, die sogar für Glatteis geeignet sind.

Weitere Tipps zur Fahrradpflege sowie Video-Reparaturanleitungen finden sich auf den Seiten des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC).

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