Stand: 23.12.2016 08:47 Uhr  | Archiv

Neu ab 2017: Geld, Steuern und Rente

Das Kindergeld, Unterhalt, die Renten, der Mindestlohn sowie das Arbeitslosengeld II werden 2017 erhöht. Leider trifft dies auch auf die Krankenkassenbeiträge zu.

Eine Figur betrachtet Geldscheine. © picture-alliance/chromorange
Kindergeld, Renten und Hartz IV werden erhöht - leider aber auch die Krankenkassenbeiträge.
Garantiezins von Lebensversicherungen sinkt

Wer 2017 eine Lebensversicherung abschließen möchte, muss mit niedrigeren Zinsen rechnen: Der Garantie-Zinssatz von Lebensversicherungen sinkt von 1,25 auf 0,9 Prozent.

Unterhalt für Kinder steigt

Von Januar an müssen getrennt lebende Väter und Mütter ihren Kindern mehr Unterhalt zahlen. So bekommen Kinder bis zum fünften Lebensjahr sieben, Kinder bis zum elften Lebensjahr neun, Kinder bis zum siebzehnten Lebensjahr zehn und volljährige Kinder elf Euro mehr als 2016.

Kindergeld

2017 gibt es zwei Euro mehr pro Kind. Der Kinderzuschlag für Geringverdiener wird um zehn Euro angehoben.

Renten werden erneut erhöht

Die Renten steigen, allerdings nicht so stark wie 2016. Mit einem Plus von bis zu zwei Prozent können Rentner im Osten rechnen, im Westen ist es etwas weniger. Das sind die jetzigen Prognosen. Wie viel Geld mehr es genau wird, steht erst im Frühjahr 2017 fest.

Mehr Geld bei Hartz IV

Vor allem Kinder zwischen 6 und 13 Jahren profitieren von den angehobenen Sätzen. Sie bekommen 21 Euro mehr als 2016. Insgesamt steigen die Leistungen zum Jahresbeginn für alle, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können.

Gesetzlicher Mindestlohn: Arbeitnehmer profitieren

Etwa 1,7 Millionen Arbeitnehmer profitieren von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns 2017. Dieser steigt um 34 Cent auf 8,84 Euro pro Stunde. Die meisten Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn gelten aber weiterhin - beispielsweise für Auszubildende und für Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten nach Beendigung ihrer Arbeitslosigkeit.

Einkommenssteuer

Der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer steigt im nächsten Jahr für Ledige auf 8.820 Euro - das ist ein Plus von 168 Euro gegenüber 2016. Verheirateten stehen 17.640 Euro zu, 336 Euro mehr als bisher. Angehoben wird auch der steuerliche Kinderfreibetrag, der das Existenzminimum des Kindes sichert: Die Bundesregierung hat diesen für 2017 um 108 Euro auf 4.716 Euro erhöht. Für Eltern bleibt also dieser Betrag ihres Einkommens pro Kind und Jahr steuerfrei.

Zusatzbeitrag der Krankenkassen

Der Zusatzbeitrag soll eigentlich stabil bei 1,1 Prozent bleiben, könne sich aber individuell je nach Kasse erhöhen, heißt es. Mehr Klarheit gibt es Anfang 2017.

Privat Krankenversicherte

Wer Privatpatient ist, dem wird Anfang des Jahres tiefer in die Tasche gegriffen. Der Grund sind nach Informationen der Kassen unter anderem höhere Kosten für den medizinischen Fortschritt. Versicherte können aber in einen anderen Tarif ihrer Gesellschaft wechseln.

Weitere Informationen
Ein zerknülltes, gelbes Papier formt eine Glühbirne, die aus der Zahl 2017 gemalt ist. © Fotolia.com Foto: Coloures-pic

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.12.2016 | 08:00 Uhr

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