Sendedatum: 17.02.2014 20:15 Uhr  | Archiv

Heizlüfter im Test: Einer fing Feuer

von Thilo Eckoldt

Sie ersetzen zwar keine richtige Heizung, können aber kalte Räume kurzfristig auf Temperatur bringen: Strombetriebene Heizlüfter gibt es in vielen Baumärkten und Elektroläden sowie im Internet. Die Auswahl ist riesengroß. Doch wo liegen die Unterschiede? Und wie sicher sind Heizlüfter? Markt hat günstige Modelle mit bis zu 2.000 Watt Leistung getestet:

  • Delonghi HVY 1020, gekauft im Internet für 26,09 Euro
  • Eurom VK 2001, gekauft bei Hornbach für 12,95 Euro
  • GO/ON NSB-200CT, gekauft bei Hagebau für 9,99 Euro
  • Rowenta Sprinto Silence, gekauft bei Media Markt für 33 Euro

Heizlüfter-Test: Die Ergebnisse im Detail

Sicherheitstest: Ein Heizlüfter brannte

Den Sicherheitstest führte der Verband der Elektrotechnik (VDE) in einem Prüflabor durch. Bis auf ein Gerät arbeiteten alle Heizlüfter einwandfrei: Bei der Simulation einer Fehlbedienung funktioniert die Temperatursicherung im Delonghi-Heizlüfter nicht. Das Gerät fing nach 20 Sekunden an zu brennen. Das Unternehmen Delonghi verweist auf eine Prüfung vor Markteinführung durch ein Prüfinstitut und schreibt, dass von seinen Geräten "keine Gefahr für den Kunden ausgeht".

Praxistest: Eine Frage des Komforts

Den Praxistest führten drei junge Frauen in einem auf 12 Grad abgekühlten Wohnraum durch. Die Geräte liefen jeweils eine halbe Stunde, dann wurde wieder auf 12 Grad gekühlt. Die Leistung der Heizlüfter lag relativ eng beieinander: Sie erreichten um die 20 Grad. Auch wenn es zwischen den Geräten keine riesigen Leistungsunterschiede gibt, können 1,5 Grad doch den Unterschied zwischen "geht so" und Wohlfühltemperatur ausmachen.

Der Go/On brachte mit 19,5 Grad die gleiche Leistung wie der Rowenta. Der Eurom brachte es auf 21 Grad, und das relativ schnell. Das Ergebnis wurde durch die Temperaturmessungen im Labor bestätigt. Dabei zeigt sich auch, dass die vom Rowenta abgegebene Wärme am gleichmäßigsten verteilt ist, mit Schwerpunkt im unteren Bereich. Damit eignet er sich zum Beispiel besonders gut für den Einsatz unter dem Schreibtisch. Ein weiteres Plus des Rowenta: Bei halber Kraft ist er kaum noch zu hören und deutlich leiser als die anderen Geräte.

Stromkosten: Bis zu 60 Cent pro Stunde

Auch im Stromverbrauch weichen die Geräte kaum voneinander ab: Sie liegen bei etwa zwei Kilowattstunden. Wer damit eine Stunde heizt, zahlt dafür je nach Tarif zwischen 50 und 60 Cent - auf Dauer ein teurer Spaß.

Fazit: Zwei heiße Kandidaten

Jeder der drei getesteten Heizlüfter erzeugt wohlige Wärme im Wohnzimmer. Die Unterschiede liegen vor allem in der Handhabung und im Komfort. Besonders schnell, warm und günstig in der Anschaffung ist der Eurom VK2011. Nicht ganz so warm, dafür aber sehr stabil und leise ist der teuerste Heizlüfter im Vergleich, der Rowenta Sprinto Silence.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 17.02.2014 | 20:15 Uhr

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