Stand: 31.07.2015 10:15 Uhr  | Archiv

Diese Mittel helfen gegen Teppichflecken

von Cosima Habel

Je heller ein Teppich ist, umso mehr fallen Flecken auf. Was also tun, wenn ein Rotwein-Glas umkippt, einer mit Salatöl kleckert oder man nur schnell mit den Schuhen vom Garten rein wollte? Markt hat mehrere Reinigungsmittel ausprobiert: das Hausmittel Salz, Pulver, Schaum und eine Reinigungsmaschine. Im Praxistest zeigte sich: Nicht alle Mittel funktionieren gut.

Teppichreiniger im Praxistest

Feuchte Flecken schnell aufwischen

Ganz wichtig bei allen feuchten Flecken: So schnell wie möglich aufnehmen. Gebäudereinigungsmeister Steve Reiche empfiehlt ein trockenes Frotteetuch. Damit den Fleck vorsichtig abtupfen, um die überschüssige Feuchtigkeit aufzusaugen.

Hausmittel Kochsalz: Mit der Bürste nachhelfen

Günstig, schnell zur Hand und ohne Chemie: Das sind die Vorteile von Speisesalz als Fleckentferner. Bei vielen Flecken kann das Hausmittel helfen, da die trockenen Salzkörner Flüssigkeit aus der Faser aufnehmen. Einwirken lassen und dann absaugen - aber erst, wenn das Salz wieder getrocknet ist. Feuchtigkeit kann dem Staubsauger schaden.

Wenn der Fleck nach der ersten Anwendung noch nicht weg ist: Ein weiteres Mal Salz auf den Fleck geben, ein klein wenig Wasser aus der Sprühflasche drauf und dann mit einer Bürste kräftig einarbeiten. Die Salzkörner sollen so viel Reibung erzeugen, dass der Fleck verschwindet.

Gegen Weinflecken kann Wein helfen

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Rotweinflecken mit Weißwein entfernen, empfiehlt Reinigungsexperte Steve Reiche.

Bei besonders hartnäckigen Rotwein-Flecken hilft Salz alleine oft nicht. Reinigungsexperte Steve Reiche gibt den Tipp, eine weitere Reinigungsrunde einlegen und "Gleiches mit Gleichem" behandeln. Auf den Rotwein-Fleck etwas Weißwein oder Prosecco geben und ein paar Minuten einweichen. Die Säure bekämpft und bleicht den Fleck.

Pulver für Naturhaar, Schaum für kleine Flächen

Reinigungspulver eignet sich vor allem für empfindliche Naturhaar-Teppiche, an die man nicht mit Feuchtigkeit herangehen sollte. Für hartnäckigen Schmutz ist Pulver eher ungeeignet. Dafür gibt es zum Beispiel Reinigungsschaum. Den sprüht man aus circa 60 Zentimetern Entfernung senkrecht auf den Teppich - etwa fingerdick soll die Schicht werden. Dann mit einer Bürste oder einem Schrubber kräftig einmassieren, trocknen lassen und überschüssige Reste mit einem trockenen Baumwolltuch abtragen. Weil viel gerubbelt werden muss, eignet sich Schaum eher für kleinere Teppichflächen.

Reinigungsmaschine zum Mieten

Die Teppich-Reinigungsmaschine, das sogenannte Extraktionsgerät, kann man in den meisten Drogerien und auch in Supermärkten ausleihen. Vorausgesetzt man kauft das dazugehörige Teppichshampoo für circa 20 Euro. Die teuerste Lösung im Vergleich, aber auch die bequemste. Kein Rubbeln und kein Bücken, daher auch für größere Flächen geeignet. Das Gerät ist leicht zu bedienen. Es spritzt frisches Wasser mit dem Shampoo auf den Teppich und saugt das Schmutzwasser wieder auf.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 03.08.2015 | 20:15 Uhr

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