Stand: 19.03.2018 13:56 Uhr

Fensterputzen: Welche Methode ist die beste?

Zum Frühlingsanfang juckt es vielen langsam, aber sicher in den Fingern: Haus und Wohnung sollen sauber sein, vor allem sollen die Fenster wieder blitzen. Doch welche Variante des Fensterputzens geht am schnellsten, macht am wenigsten Schlieren und ist am wenigsten anstrengend? Dirk Preusse ist professioneller Fensterputzer. Zusammen mit NDR 1 Niedersachsen Reporterin Silvia Stoll testet er, wie Fenster am besten richtig sauber werden. Welche dieser drei Fensterputzarten ist die Top-Variante?

  • Polieren mit Zeitungspapier
  • Putzen mit dem Mikrofasertuch
  • Reinigen mit dem Fenster-Sauger

Fazit vom Experten: "Mit Mikrofasertuch funktioniert es am besten"

Für den professionellen Fensterputzer Dirk Preusse ist das Test-Ergebnis klar: "Die Sache mit dem Zeitungspapier funktioniert. Es ist ungewohnt, damit zu arbeiten. Diese Variante würde bei mir auf Platz drei kommen. Auf Platz zwei würde der Fenstersauger kommen - ist etwas teurer in der Anschaffung - die Handhabung ist auch ein bisschen schwieriger. Die leichteste und effizienteste Sache wäre das Mikrofasertuch. Mit dem Mikrofasertuch kann man wirklich meiner Meinung nach am besten und am billigsten und auch am effizientesten arbeiten."

Platz eins: Mikrofasertuch

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Für Fensterputzer Dirk Preusse landet das Mikrofasertuch auf Platz eins des Tests.

Bei dieser Methode reinigt man die Fensterscheibe mit einem feuchten Mikrofasertuch vor. Danach kommt ein trockenes Mikrofasertuch zum Einsatz und sorgt für streifenlosen Glanz. Nach dem Gebrauch die Tücher einfach bei 60 Grad in der Maschine waschen. Beim nächsten Einsatz sind sie wieder hygienisch sauber.

Es gibt ganz unterschiedliche Mikrofasertücher. Sie können aus verschiedenen Stoffen bestehen und enthalten hauptsächlich besonders feine Fasern aus Polyester und Polyamid. Als Mikrofaser werden Fasern bezeichnet, die besonders fein sind. So wiegen 10.000 Meter Mikrofaser maximal ein Gramm. Erhältlich sind die Tücher in Discountern oder gern auch im Direktverkauf.

Platz zwei: Fenster-Sauger

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Wenn man mit einem Fenster-Sauger putzt, benötigt man für die Ecken ein Tuch zum Nachputzen.

Auch beim Fensterputzen mit einem Fenster-Sauger besteht der erste Arbeitsschritt darin, die Scheibe mit Lappen und Wasser vorzuputzen. Dann kommt der Fenster-Sauger zum Einsatz. Er wird benutzt wie ein normaler Fenster-Abzieher - mit dem Unterschied, dass über einen Elektromotor ein Sauger betrieben wird, der das Wasser von der Gummilippe aufsaugt. So kann es nicht runtertropfen und zusätzliche Putzarbeiten nötig machen. Das Wasser am Rand der Scheibe muss allerdings oft mit einem Tuch nachgeputzt werden, da das Gerät nicht in alle Ecken kommt. Das Gerät braucht einen gewissen Druck, um das Wasser abzusaugen. Manchen Nutzern liegt das Gerät nach einiger Zeit schwer in der Hand - anderen ist es auch einfach zu sperrig.

Platz drei: Zeitungspapier

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Mit Zeitungspapier Fenster zu putzen, ist für Dirk Preusse keine Option.

Wenn Sie Ihre Fenster mit Zeitungspapier putzen wollen, knüllen Sie das Papier locker zusammen und gehen Sie wie bei der Reinigung mit einem Tuch vor. Wenn das Zeitungspapier vollgesaugt ist, nehmen Sie neues Papier. Wer regelmäßig Zeitung liest, kann sich so den Kauf von Spezialtüchern sparen. Die Fans vom Putzen mit Zeitungspapier loben seine Saugfähigkeit und behaupten, dass ein unvergleichlicher Glanz entsteht. Tatsächlich ist das Papier von alten Tageszeitungen in der Regel saugfähig. Das Geheimnis liegt im Papier selbst. Zeitungspapier ist hauptsächlich aus Altpapier und Zellstoff zusammengesetzt. Es ist hart und offenporig, damit es die Druckfarbe besonders gut aufnehmen kann. Deswegen ist es saugfähig und es fusselt nicht - also ideal zum Fensterputzen.

Aber Vorsicht, nicht jedes Papier ist für den Fensterputz geeignet. Papier aus Zeitschriften und Magazinen ist ungeeignet zum Putzen, da es durch die Beschichtung nicht saugfähig ist. Da das Papier hart bleibt, kann es zu Kratzern kommen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 20.03.2018 | 10:20 Uhr

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