Stand: 20.02.2017 08:30 Uhr  | Archiv

Bio vom Discounter: Herkunft oft unklar

von Rieke Sprotte

Viele Verbraucher wünschen sich biologisch erzeugte Lebensmittel aus der Region. Auf den Trend haben Discounter wie Aldi, Lidl, Netto und Penny reagiert und bieten günstig Obst, Gemüse und Fleisch mit dem EU-Biolabel an. In einer Stichprobe überprüft Markt die Herkunft einiger Bio-Lebensmittel vom Discounter.

Bio vom Discounter erfüllt Mindestanforderungen

Bei Lebensmitteln mit dem EU-Biolabel werden im Vergleich zu konventioneller Ware weniger Pestizide eingesetzt. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Bio-Ware vom Discounter oder aus dem Bioladen stammt. Aber: Bio vom Discounter erfüllt nur die Mindestanforderungen an ein Bio-Produkt. Die Siegel-Anbieter Bioland, Demeter und Naturland machen Erzeugern deutlich strengere Vorgaben. Zum Beispiel ist mit Antibiotika belasteter Tierdünger nicht erlaubt.

Günstige Bio-Lebensmitteln aus fernen Ländern

Bio-Produkte vom Discounter sind oft nur wenig teurer als konventionelle Ware. Im Bioladen kosten Obst, Gemüse und Fleisch mit Bio-Siegel oft das Doppelte. Nicht selten importieren Discounter Bio-Produkte günstig aus fernen Ländern - zum Beispiel Kartoffeln aus Ägypten, Karotten aus Israel, Gurken aus Spanien. Wer nachhaltig konsumieren möchte, sollte Wert auf saisonale und regionale Lebensmittel legen.

Das sagen sie Händler und Hersteller

Aldi

Die Rückverfolgbarkeit sei über die GGN-Nummer gewährleistet, die auf allen Obst- und Gemüsepackungen stehe.

 

 

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 20.02.2017 | 20:15 Uhr

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