Stand: 05.01.2018 12:56 Uhr  | Archiv

Amazon im Test: Wie gut ist Amazon Echo?

Kennen Sie Alexa? So heißt die Sprachassistentin im Lautsprecher Echo von Amazon. Sie kann zum Beispiel Musik wiedergeben, Geräte im Haushalt steuern und Produkte beim Online-Händler Amazon bestellen. Acht Wochen lang haben Markt Autor Uwe Leiterer und seine Familie das Gerät zu Hause getestet. Sein Fazit fällt durchwachsen aus.

Es ist wie bei vielen neuen Dingen: Am Anfang wirkt alles toll, doch erst im Alltag zeigt sich, ob das Neue auch angenommen wird. Um Alexa ist es bei uns ruhig geworden, denn die meisten Familienmitglieder sind von dem kleinen Lautsprecher genervt. Vor allem die Kinder benutzen Alexa kaum noch. Warum ist das so?

Alexa versteht uns nicht immer

Wir gingen davon aus, dass Alexa unsere Sprache im Laufe der Zeit immer besser versteht. Doch diesen Effekt kann keiner von uns feststellen. In der App habe ich versucht, das Hörverständnis von Alexa zu verbessern: Ich habe die richtig verstandenen Befehle bestätigt und die falschen korrigiert. Dennoch versteht Alexa auch nach acht Wochen viele Kommandos nicht. Beispiel: Bei der Auswahl englischsprachiger Musik jenseits von Chart-Hits muss man häufig Titel und Interpret deutsch aussprechen, damit Alexa ihn versteht.

Macht der Gewohnheit

Was nützt die Sprachsteuerung fürs Licht, wenn die Familie in alter Gewohnheit die Lichtschalter ausmacht - und dadurch eine Fernsteuerung im Smart Home unmöglich wird? Per Alexa steuern wir auch die Heizung - und vergessen dann häufig, die Temperatur wieder zu senken. Sparsames Heizen sieht anders aus.

Darum nennen wir Alexa "Horst"

Alexa mischt sich ständig ein. Am Anfang ist das noch lustig, aber irgendwann nervt es. Jedes Mal, wenn man ihren Namen erwähnt, reagiert die Sprachassistentin. Das ist zum Beispiel unerträglich, wenn wir uns mit Gästen über den kleinen Lautsprecher unterhalten. Alexa hört dann gar nicht mehr auf, zu reden und zu leuchten. Inzwischen reden wir beim gemeinsamen Essen nur noch sehr leise, damit Alexa nicht mithört. Und statt "Alexa" verwenden wir ein Codewort: "Horst".

Ist denn überhaupt was gut?

Was uns gut an Alexa gefällt: Musik per Sprache zu steuern ist oft praktisch. Der Abfallkalender ist cool, der Wetterbericht schnell und detailliert. Ob das schon ausreicht, um Amazon mit persönlichen Daten zu versorgen, muss jeder für sich entscheiden.

Eine Zusammenfassung meines Alexa-Experiments sehen Sie am Montag, 15. Januar, um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 15.01.2018 | 12:56 Uhr

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