Sharon Kam spielt Uraufführung

Die international gefragte Klarinettistin Sharon Kam hat bereits zahlreiche zeitgenössische Werke zur Uraufführung gebracht, unter anderem von Krzysztof Penderecki und Peter Ruzicka.

Sharon Kam war zu Gast bei der NDR Radiophilharmonie und brachte in der Reihe Sinfoniekonzerte A Thorsten Enckes Klarinettenkonzert zur Uraufführung. Unter der Leitung von Joshua Weilerstein spielte das Orchester außerdem Musik von Bach und Brahms, bearbeitet für großes Orchester.

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NDR Kultur

Sharon Kam spielt Encke in Hannover

10.01.2019 20:00 Uhr
NDR Kultur
47:39
NDR Kultur

Sinfoniekonzerte A 5
Do, 10.01.2019 | 20 Uhr
Fr, 11.01.2019 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Joshua Weilerstein Dirigent
Sharon Kam Klarinette

JOHANN SEBASTIAN BACH
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 (in der Bearbeitung für Orchester von Leopold Stokowski)
THORSTEN ENCKE
Concerto for Clarinet and Orchestra (Uraufführung, Auftragskomposition des NDR)
JOHANNES BRAHMS
Klavierquartett g-Moll op. 25, für großes Orchester gesetzt von Arnold Schönberg

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Die israelische Klarinettistin Sharon Kam, einst Preisträgerin beim ARD Musikwettbewerb, ist mittlerweile in Hannover ansässig und Botschafterin der Unesco City of Music. Auch für den Komponisten Thorsten Encke war es ein Heimspiel: Geboren in Göttingen, aufgewachsen in Celle, lebt und arbeitet er in Hannover. Im Wagner-Jahr 2013 wurde hier seine "Wanderer"-Fantasie nach Motiven aus dem "Ring des Nibelungen" von der NDR Radiophilharmonie uraufgeführt - ein hochvirtuoses Werk voll rhythmischer Wucht, wie die HAZ konstatierte. Jetzt, fast sechs Jahre später, feierte sein Klarinettenkonzert am selben Ort Premiere: zeitgenössische Musik ohne Scheuklappen und vor allem ohne Eintönigkeit. Denn, so Encke, "verboten ist beim Komponieren nur, was Langeweile erzeugt".

Berühmte Orchesterversionen

Der Dirigent des Konzerts, Joshua Weilerstein, zählt zu den großen Nachwuchshoffnungen der Szene. Mit nicht einmal 24 Jahren wurde er 2011 zum stellvertretenden Leiter der New Yorker Philharmoniker ernannt. Typisch für ihn sind seine mit Bedacht zusammengestellten Konzertprogramme. So auch hier, wenn er einen Bogen von Bachs Toccata und Fuge d-Moll zum g-Moll-Klavierquartett von Brahms spannt. Beide Werke waren jeweils in berühmten Orchesterversionen zu hören, die von Stokowski bzw. Schönberg stammen.