Stand: 20.04.2020 19:00 Uhr

Tierparks in Schleswig-Holstein wieder geöffnet

Besucher stehen im Tierpark Neumünster am Eisbären-Gehege und machen ein Foto. © dpa-Bildfunk Foto: Gregor Fischer
Im Tierpark Neumünster blieb der Besucheransturm am ersten Tag aus.

Nach knapp fünf Wochen Corona-Zwangspause dürfen seit Montag Tierparks in Schleswig-Holstein wieder öffnen. Wer bestimmte Regeln einhält, darf etwa in Neumünster, Eekholt und Gettorf wieder Tiere bestaunen. Spielplätze, Shops und Cafés bleiben geschlossen - an den Kassen im Eingangsbereich müssen zwei Meter Sicherheitsabstand eingehalten werden. Auch Fütterungen gibt es aktuell nicht. Mehr als 1.000 Menschen dürfen nicht gleichzeitig in die Zoos. Tierhäuser blieben geschlossen.

Albrecht: Tierparks Möglichkeit für Familien rauszukommen

Jan Philipp Albrecht, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung von Schleswig-Holstein, trägt einen Mundschutz zur Wiedereröffnung des Tierparks Neumünster. © dpa-Bildfunk Foto: Gregor Fischer
Für Jan Philipp Albrecht sind die Tierparks auch eine Möglichkeit für Familien, mal wieder raus zu kommen.

"Das ist sowohl für die Parks enorm wichtig, die ansonsten vor existenziellen Nöten stünden. Und auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit, so gerade für Familien auch tatsächlich einmal rauszukommen aus dem schwierigen Homeoffice und der Situation zu Hause", sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) bei der symbolischen Wiedereröffnung des Tierparks Neumünster. Dies sei eine der wichtigen Lockerungen - "bei aller notwendigen Restriktion, die wir immer noch vor uns haben".

Tierparks können Soforthilfe beantragen

Die Tierparks mussten zumachen, weil die Gefahr zu groß war, dass sich die Besucher untereinander mit dem Corona-Virus infizierten. Wegen hoher Kosten und fehlender Einnahmen gerieten viele der Parks in finanzielle Schieflage. Der Tierpark Gettorf zum Beispiel hat nach eigenen Angaben 400.000 Euro weniger Einnahmen. In Tierpark Neumünster hatte man schon laut über Notschlachtungen nachgedacht - für den Fall, dass es ganz schlimm kommt und der Park kein Futter mehr beschaffen kann. In den vergangen Tagen bekam der Zoos Spenden aus aller Welt.

Das Land hat nach eigenen Angaben ein Förderprogramm über fünf Millionen Euro aufgelegt, das sich an Einrichtungen im Umwelt- und Naturschutzbereich richtet. Auch Tierparks können dort Soforthilfen beantragen. Die Soforthilfe des Umweltministeriums wird für maximal drei Monate als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Anträge müssen bis spätestens 31. Mai gestellt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 20.04.2020 | 15:00 Uhr

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