Eine Kellnerin bringt Getränke an einen Tisch.  Foto: Ralph Peters

Sylt bekommt privaten Corona-Sicherheitsdienst

Stand: 15.10.2020 14:09 Uhr

Ein Corona-Infizierter hatte Anfang des Monats bei einer Party in einer Sylter Bar für Aufregung gesorgt, weil anschließend alle Gäste getestet werden mussten. Nun will die Gemeinde sicherstellen, dass sich das nicht wiederholt.

Auf der Insel Sylt soll voraussichtlich vom kommenden Wochenende an ein privater Sicherheitsdienst das Ordnungsamt unterstützen, um zu überprüfen, ob die Menschen die Corona-Regeln einhalten. Das sagte der Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Nikolas Häckel (parteilos), NDR Schleswig-Holstein auf Nachfrage.

Corona-Regeln in Bars und Kneipen überprüfen

Er habe im Ordnungsamt generell nur vier Personen für den Außendienst, so Häckel. Jetzt kommen noch einmal vier sogenannte Stadtlotsen dazu. Für die Mitarbeiter des privaten Sicherheitsdienstes geht die Arbeit dann los, wenn das Ordnungamt Feierabend hat. Sie sind in Zweier-Teams in Westerland und im Osten der Insel unterwegs. Dort gehen sie auch in Restaurants und Kneipen und sprechen Menschen an, die zum Beispiel keine Maske tragen.

Corona-Sicherheitsdienst soll 63.000 Euro kosten

Der Einsatz der Stadtlotsen ist bis Anfang kommenden Jahres geplant. Die Kosten dafür liegen bei 63.000 Euro, die die Gemeinde Sylt trägt. Hintergrund ist auch der Vorfall in einer Bar in Westerland Anfang des Monats. Dort war ein Mann, der später positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das Gesundheitsamt musste daraufhin mehr als 100 Kontaktpersonen finden und testen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.10.2020 | 15:00 Uhr

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