Stand: 01.09.2020 14:05 Uhr

Maskenpflicht in Behörden in Schleswig-Holstein

In den Behörden im Land soll künftig eine Maskenpflicht gelten. Das hat Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) angekündigt, nachdem am Dienstag die neue Landesverordnung zur Corona-Pandemie verabschiedet wurde. "In Behörden mit Publikumsverkehr führen wir auf den Verkehrsflächen eine Mund-Nasen-Bedeckung ein", sagte Garg. Er betonte: "Und zwar immer dann, wenn Mindestabstände nicht gewahrt werden können, beispielsweise in engen Gängen - oder dort, wo Barrieren wie Trennscheiben nicht vorhanden sind." Bisher gab es für Behörden keine landesweite Regelung.

Garg: Maske hat sich bewährt

Das Tragen einer Maske habe sich bewährt, sagte Garg. Deshalb werde die Pflicht zum Tragen erweitert. Entschärft wird sie aber in Reisebussen. Dort muss man keine Maske mehr tragen, wenn man auf einem Sitzplatz sitzt und einen Mindestabstand von 1,50 Metern zum nächsten Fahrgast einhält.

Neue Regeln für Kinos und Theater

Für Theater, Konzerte und Kinos soll es künftig eine Optionsmöglichkeit geben: Das heißt, Betreiber können mehr Gäste als bisher zulassen. Die müssen dann allerdings eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Musikauftritte bleiben verboten

Weitere Regelungen in der neuen Landesverordnung sind, dass ab Mittwoch Chöre und Blasmusiker im Amateurbereich wieder drinnen proben dürfen. Dabei muss jedoch 2,50 Meter Mindestabstand eingehalten werden - oder andere "physische Barrieren" müssen die Übertragung von Tröpfchen verringern. Auftritte bleiben allerdings weiterhin verboten.

Beim Sport darf jetzt jeweils eine Aufsichtsperson einem Minderjährigen zuschauen.

Im Einzelhandel entfällt die "Zehn-Quadratmeter Regel", wenn entsprechende Hygienekonzepte erstellt und Abstandsregeln eingehalten werden können. Bisher durfte sich pro zehn Quadratmeter nur eine Person im Laden aufhalten.

Privatfeiern in Gebäuden mit bis zu 50 Menschen erlaubt

Landesspezifische Vorgaben zu privaten Feiern und zur Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr bleiben auch nach den Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern vom vergangenen Donnerstag bestehen. Demnach sind Privatfeiern in Gebäuden mit bis zu 50 Menschen erlaubt und im Freien mit bis zu 150 Personen. Wer in Bus und Bahn keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, muss weiterhin mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. Bund und Länder hatten sich auf ein Mindestbußgeld 50 Euro verständigt.

"Die Infektionszahlen verdeutlichen, dass wir weiterhin nur maßvoll bestehende Regeln anpassen können", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). "Es liegt in der Verantwortung von Politik, aber auch jedes Einzelnen, sich und andere verantwortungsvoll zu schützen, auch wenn dafür weiterhin deutliche Einschränkungen notwendig sind."

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Ein Mann hält sich eine Maske vor das Gesicht. © Brilliant Eye / photocase.de Foto: Brilliant Eye / photocase.de

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Dieses Thema im Programm:

Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.09.2020 | 15:00 Uhr

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