In einem Labor wird ein transparenter Behälter mit vielen runden Einbuchtungen gezeigt. © picture alliance Foto: Fredrik Sandberg

Corona in SH: 207 neue bestätigte Fälle gemeldet

Stand: 21.02.2021 12:28 Uhr

In Schleswig-Holstein haben die Gesundheitsämter am Sonnabend (20.2.) 207 Corona-Neuinfektionen an das Land gemeldet. Die Inzidenz liegt damit bei 51,0. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus infizierten, steigt auf 40.995.

In Schleswig-Holstein ist die Inzidenz, die die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen beschreibt, wieder leicht gestiegen - auf 51,0. Etwa 35.800 Schleswig-Holsteiner gelten nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Laut der aktuellen Statistik der Landesmeldestelle gab es im Zusammenhang mit der Viruserkrankung Covid-19 bisher 1.206 Todesfälle, genauso viele wie am Vortag.

Corona: Infektionen nach Kreisen in SH

348 Corona-Patienten in Krankenhäusern

Aktuell werden in den Krankenhäusern im Land 348 Menschen behandelt, die positiv auf Corona getestet wurden. Das sind elf weniger als am Vortag. 77 der Covid-Patienten befinden sich in Intensivtherapie (+3), 47 Patienten müssen beatmet werden (+4).

Impfungen gegen das Coronavirus

Seit dem 27. Dezember 2020 werden Menschen in Schleswig-Holstein gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfquote zeigt an, wie viel Prozent der Bevölkerung bereits die erste von derzeit zwei nötigen Impfungen erhalten hat.

Eine Region über der 100er-Inzidenz

In Flensburg ist die Corona-Wocheninzidenz nach der Berechnung der Landesmeldestelle am höchsten (173,0) - gefolgt vom Kreis Herzogtum Lauenburg (79,3) und dem Kreis Schleswig-Flensburg (68,1). Nirgendwo in Schleswig-Holstein ist momentan der Schwellenwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Die niedrigsten Inzidenzen haben die Kreise Plön (23,3) und Dithmarschen (13,5).

In Flensburg gilt seit Sonnabend wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen zunächst für eine Woche eine nächtliche Ausgangssperre. Zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens dürfen dort Haus und Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen werden, etwa für Arztbesuche und der Weg zur Arbeit. Außerdem dürfen sich in Flensburg in der Öffentlichkeit und im privaten Raum nur noch Angehörige eines Hausstandes treffen. Grundschulen und Kitas bleiben in der Stadt sowie im Kreis Schleswig-Flensburg bis zum 28. Februar geschlossen.

Die folgende Karte zeigt die Auslastung der Intensivstationen in Schleswig-Holstein - zusammengefasst auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte. Wenn Sie eine Region auswählen (berühren oder anklicken), erfahren Sie, wie hoch die Auslastung dort exakt ist und erhalten die Information, wie viele Corona-Patienten auf Intensivstation behandelt werden und wie viele beatmet werden. Der Stand des Datums in der Tabelle ist zu beachten. Aufgrund von Verzögerungen im Meldeweg können die Angaben der Kliniken bzw. des DIVI-Intensivregisters abweichen.

Entwicklung der Corona-Fallzahlen in Schleswig-Holstein

Risikogebiet ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Das Infektionsgeschehen ist in den Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein sehr unterschiedlich. Als Risikogebiet gilt ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt, wenn die Schwelle von 50 neu gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten ist. Überschreitet der Wert die Marken von 200, sollen weitere Einschränkungen angeordnet werden. Dieser Wert ist sehr dynamisch und kann sich jeden Tag mit den neuen Informationen über gemeldete Infektionen ändern.

Auf der folgenden Karte können Sie das Infektionsgeschehen der Landkreise in den fünf norddeutschen Ländern betrachten. Die Zahlen basieren auf den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Sie sind am Vortag des jeweils angegebenen Datums an das RKI übermittelt worden. Damit sind sie die jüngsten vergleichbaren Werte, auf die wir automatisiert zugreifen können. Sie sind nicht so aktuell, wie die Zahlen, die die Kreise auf ihren Seiten veröffentlichen. Die Angaben können also leicht voneinander abweichen. Der NDR verwendet außerdem die Zahlen nach Berichtsdatum, also dem Moment, in dem sie dem RKI vorliegen. Um die Werte in den Kreisen zu sehen, fahren Sie mit der Maus über die Landkreise (Desktop) oder tippen Sie auf den entsprechenden Kreis (Smartphone und Tablet):

Was diese Zahlen aussagen - und was nicht

Die Statistik der Landesregierung zeigt, wie viele bestätigte Corona-Infektionen den Behörden im Land bekannt sind und auf dem vorgesehenen Weg gemeldet wurden. Was die Statistik nicht eindeutig und schon gar nicht auf den aktuellen Tag genau zeigen kann, ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet. Denn die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen. Gerade rund um Wochenenden und Feiertage kommt es zu Verzögerungen in der Meldekette.

Weitere Informationen
Viren schweben durch einen Tunnel aus Zahlen. © Fotolia, panthermedia Foto: Mike Kiev, lamianuovasupermail

Warum gibt es widersprüchliche Corona-Zahlen?

Oft stimmen die veröffentlichten Infektionszahlen auf der RKI-Seite und bei NDR.de nicht überein. Wir erklären, warum. mehr

Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

Coronavirus in SH: Videos, Infos, Hintergründe

Hier finden Sie Videos, Informationen und Hintergründe zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein. mehr

Eine Karte von Schleswig-Holstein vor einer 3D Animation eines Corona-Vrius. © Colourbox Foto: Hannu Viitanen

Übersicht der Coronavirus-Infektionen in SH

Wie viele Infektionen aus den kreisfreien Städten und Kreise in Schleswig-Holstein gemeldet wurden - Tabellen und Grafiken. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.02.2021 | 08:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Im Vorgarten eines Hauses steht ein Süßigkeitenwagen und ein Mutzen-Stand. © NDR Foto: Cassandra Jane Arden

Ohne Karussell & Zuckerwatte: Schausteller im Lockdown

Seit einem Jahr hatten die rund 200 Schausteller im Land kein normales Volksfest mehr. Eine Branche in Existenzangst. mehr

Videos