Stand: 05.06.2020 08:55 Uhr

Feuerwehren in SH dürfen von Freitag an wieder ausbilden

In Schleswig-Holstein gibt es rund 1.340 Freiwillige Feuerwehren. Seitdem die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie galten, durften sie nicht mehr ausbilden und üben. Am Freitag ging es wieder los - es begann Stufe eins eines vom Landesfeuerwehrverband angeordneten Vier-Stufen-Plans. Theorieunterricht, Sicherheitsunterweisungen und Gerätekunde können wieder in kleinen Gruppen unterrichtet werden. Laut eines Sprechers des Verbands sollen zunächst die Fortbildungen weitergeführt werden, die Mitte März corona-bedingt unterbrochen werden mussten.

Bürgermeister entscheiden und haben Verantwortung

Die Teilnehmer der Schulungen müssen sich - soweit möglich - an Hygiene- und Abstandsregeln halten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Benutzte Geräte müssen gereinigt oder desinfiziert werden. Auf Begrüßungsrituale sollen die Feuerwehrleute laut Verband verzichten. Jetzt entscheiden jeweils die Bürgermeister, ob sie die Zusammenkünfte in den Wachen verantworten wollen. Deshalb werden die Lehrgänge nicht überall sofort beginnen. Die Freiwillige Feuerwehr Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) zum Beispiel wartet damit noch zwei Wochen.

Weitere Lockerungen für Juli geplant

Bleiben die Corona-Infektionszahlen niedrig, wollen Landesfeuerwehrverband und Innenministerium über weitere Lockerungen für die Feuerwehren entscheiden. So könne es in einem zweiten Schritt wieder Übungen mit maximal zwei Gruppen geben, so das Innenministerium. Die Ausbildung von Feuerwehrnachwuchs in den Kreisen könnte zum 1. Juli wieder starten. "Der ehrenamtliche Feuerwehrdienst lebt von den guten sozialen Kontakten der Mitglieder. Die können nun wieder ein Stück weit gelebt werden", sagte Landesbrandmeister Frank Homrich zu den geplanten Lockerungen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 05.06.2020 | 12:00 Uhr

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