Stand: 05.07.2019 12:16 Uhr

Vandalismus auf dem Fockbeker Friedhof

Die Toilette auf dem Friedhof in Fockbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ist mittlerweile gesperrt. An der Tür hängt ein Zettel mit der Aufschrift: "Aufgrund von wiederholtem Vandalismus bleibt die Sanitäranlage bis auf Weiteres geschlossen". Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde ist regelrecht verzweifelt über die Vorkommnisse der vergangenen Monate. Immer wieder stehlen Unbekannte Blumen und Kerzen von Gräbern. Die Toiletten werden nach Angaben des Pastors Alexander Westbrock beschmutzt, besprüht und verstopft.

Kirchengemeinde verdächtigt Jugendliche

An der Wand im Toilettenraum prangt das Wort "Liebe" - aufgesprüht mit schwarzem Graffiti. Mit Liebe - so sagen die Betroffenen - habe das Geschmiere allerdings gar nichts zu tun. Friedhofsverwalter Martin Eckhoff und Vertreter der Kirchengemeinde vermuten, dass vor allem Jugendliche der benachbarten Schule hinter den Taten stecken. Aus Langeweile würden sie auf dem Friedhof ihr Unwesen treiben. "Sie hängen hier nach und während der Schulzeit herum und rauchen", sagt Eckhoff. "Einmal habe ich auch welche erwischt, wie sie die Waschbecken verstopft haben. Aber in den meisten Fällen haben wir niemanden erwischt."

Kirchengemeinschaft appelliert an Eltern

Friedhofsverwalter, Pastor und Kirchengemeinde wünschen sich, dass Eltern mit ihren Kindern sprechen und ihnen die Bedeutung des Friedhofes und der Totenruhe verdeutlichen. Pastor Westbrock ergänzt: "Wir hoffen, dass die Hinterbliebenen endlich wieder auf dem Friedhof in Ruhe trauern können - und dass es wieder der Ort ist für die Würde der Verstorbenen."

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 05.07.2019 | 12:00 Uhr

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