Unbekannte zerstören Schutzprojekt im Königsmoor bei Rendsburg

Stand: 26.02.2021 10:15 Uhr

Die Stiftung Naturschutz spricht von einer ökologischen Katastrophe: Unbekannte haben den Wasserstand im Königsmoor (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gesenkt und große Schäden angerichtet.

Auf einer etwa 30 Hektar großen Fläche hatten Naturschützer 2012 und 2018 den Wasserstand im Königsmoor künstlich angehoben. Damit wollten sie unter anderem den CO2-Ausstoß auf der ehemals trockengelegten Moorfläche stoppen und Lebensraum für seltene Tierarten schaffen. Nun haben nicht bekannte Personen Stauanlagen zerstört und diesen Wasserstand gesenkt. Vögel, Frösche und andere Kleintiere finden laut Stiftung keine Nahrung mehr, Pflanzen trocknen aus.

Jahrelange Arbeit zunichte gemacht

Die zuständige Projektleiterin der Stiftung Naturschutz, Jutta Walter, sagte, die bisher erreichten Effekte seien durch die zerstörten Anlagen im Königsmoor und die erneute Trockenlegung zunichte gemacht worden. Es werde wohl mindestens bis zum nächsten Winter dauern, bis der Wasserstand durch Regen wieder aufgefüllt sei. Für den Sommer sei die Fläche schon jetzt viel zu trocken. "Unser Ziel, dass die Torfmoose wieder wachsen können und dass CO2 gebunden wird im Moor - das ist dahin", sagt Walter.

Anzeige gegen Unbekannt

Die Stiftung Naturschutz hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt. "Da hat jemand gute Ortskenntnis gehabt, Schlösser geknackt und die Überläufe 'runtergestellt und auch kaputtgemacht", sagt Walter. Der Schaden an der Natur sei nicht zu beziffern.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.02.2021 | 09:00 Uhr

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