Ein Mann in Handschellen und Mütze wird von einem Polizisten in einen Gerichtssaal geführt. © NDR

Todesschüsse von Meldorf: Acht Jahre Gefängnis

Stand: 16.04.2021 12:25 Uhr

Acht Jahre Gefängnis wegen versuchten Totschlags: So lautet das Urteil des Itzehoer Landgerichtes im Prozess gegen einen Restaurantbesitzer aus Meldorf (Kreis Dithmarschen).

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 50 Jahre alte Mann dem Sohn seiner ehemaligen Lebensgefährtin im Juni des vergangenen Jahres auf einer Straße in den Kopf geschossen hatte. Zuvor war das 40 Jahre alte Opfer bereits durch einen Schuss in den Oberkörper verletzt worden. Hier konnte nicht abschließend geklärt werden, ob der Angeklagte auch für diesen Schuss verantwortlich war. Zwei Zeugen, die das hätten bestätigen können, haben vor Gericht von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht.

Verteidigung plädierte auf Notwehr

Mit dem Urteil folgte das Gericht weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf neun Jahre Haft. In den Plädoyers der vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft für den 50-jährigen Angeklagten eine Haftstrafe von neun Jahren wegen versuchten Totschlags gefordert. Die Nebenklage plädierte auf Mord aus niedrigen Beweggründen. Die Verteidigung beantragte eine dreijährige Haftstrafe für den Beschuldigten und plädierte auf Notwehr. Der Angeklagte äußerte sich im gesamten Prozess nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.04.2021 | 11:00 Uhr

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