VIDEO: NDR-Reporterin Laura Albus berichtet von der Bohrung bei Tönning (1 Min)

Riesenbohrer bohrt sich unter der Eider durch

Stand: 21.07.2021 12:49 Uhr

Die Zugvögel in der Eiderniederung sollen eine freiere Flugbahn haben, der Mensch den freien Blick in eine schöne Landschaft - und Strom.

Deshalb bohren sich derzeit zwei 17 Meter lange Riesenbohrer unter der Eider bei Tönning (Kreis Nordfriesland) hindurch. Hintergrund ist die Erdverkabelung der Eider-Freileitung der beiden Netzbetreiber TenneT und Schleswig-Holstein Netz (SH Netz).

Im April kommen die Kabel

Bis zum 20. Juli soll das erste Bohrloch fertig und das Schutzrohr eingezogen sein. Die zweite Bohrung soll bis Ende Juli beendet sein. Die 110-Kilovolt-Kabel werden im April kommenden Jahres durchgezogen. In der Zwischenzeit wird der Strom über ein Provisorium transportiert.

Kurz nachdem die Kabel durch die Bohrlöcher gezogen wurden, sollen diese 2022 auch in Betrieb genommen werden. Im Anschluss werden - laut TenneT - drei der bis zu 60 Meter hohen Masten zurückgebaut, an denen der Strom bis dahin transportiert wird.

2.000 Meter lange Kabel

Die beiden Kabel sind knapp 2 Kilometer lang. Sie werden unter der Eider in jeweils einem Rohr verlegt. Eine Bohrung dieser Größenordnung ist - laut TenneT - einzigartig in Schleswig-Holstein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Schleswig-Holstein Magazin | 21.07.2021 | 19:30 Uhr

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