Stand: 28.08.2020 15:23 Uhr

Rettungskonzept: Kreise bereiten sich auf Großeinsätze vor

Ein Terroranschlag mit einer unübersichtlichen Lage, vielen Toten und Verletzten; ein Massenchrash auf der Autobahn; ein Großbrand: Bei Großeinsätzen können Feuerwehren und Rettungsdienst personell schnell an ihre Grenzen kommen. Damit das nicht passiert, hat der Landtag mithilfe der Rettungsdienstträger vergangenes Jahr ein landesweites Konzept verabschiedet. Das soll regeln, wie die Hilfsorganisationen bei einer solchen Großschadenslage zusammenarbeiten. Nun wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen. Laut dem Chef der Berufsfeuerwehr Flensburg, Carsten Herzog, haben bisher etwa die Hälfte aller elf Kreise und der vier kreisfreien Städte das Konzept umgesetzt.

Besondere Aufgabe für Rettungsdienste

Herzog betonte: "Diese Einsätze stellen den Rettungsdienst vor ganz besondere Aufgaben. Schnell müssen viele Einsatzdienstkräfte rekrutiert und viel Material an die Einsatzstelle gebracht werden. Ist doch das Ziel, jeden Verletzten so schnell und so gut wie möglich zu versorgen."

Die angepasste Verordnung im Rettungsdienstgesetz regelt, welche Organisation bei welcher Lage mit wie viel Kräften und Fahrzeugen unterstützen soll. So kann die Flensburger Berufsfeuerwehr bei einer Großschadenslage zum Beispiel ihre ausgemusterten Krankenwagen dem Rotem Kreuz, dem Arbeiter Samariter-Bund und den Maltesern zur Verfügung stellen. In den vergangenen Monaten haben Rettungsdienste und Feuerwehren außerdem die gemeinsamen Abläufe trainiert.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.08.2020 | 14:00 Uhr

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