Stand: 17.03.2020 15:58 Uhr

Polizei soll Menschen-Ansammlungen unterbinden

Sozialkontakte sollen auf ein Minimum reduziert werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen: Seit Tagen appellieren die Politiker an die Menschen, sich an diese Regeln zu halten. Das öffentliche Leben wurde herunter gefahren. Und dennoch sind viele Menschen an den Küsten im Land unterwegs. Die Polizei wird nun noch härter durchgreifen, sagte der schleswig-holsteinische Innenstaatssekretär Torsten Geerdts NDR Schleswig-Holstein. Man habe bisher auf die Vernunft und Freiwilligkeit der Menschen im Land gesetzt. Er stelle aber auch fest, dass einige Menschen uneinsichtig seien.

Zunächst kein Katastrophenfall in SH

Polizisten im Land würden nun Menschen ansprechen, wenn sie in größeren Gruppen unterwegs sind. "Wir hätten im Zweifelsfall auch die Möglichkeit, Bußgelder zu verhängen. Aber wir möchten nicht in solche Situationen kommen. Daher unser Appell an die Bürger, sich nicht mehr in großen oder kleineren Gruppen zusammenzustellen, zusammenzusetzen - sondern sich einfach jetzt klug zu verhalten", sagte Geerdts.

Der Katastropheenfall soll in Schleswig-Holstein absehbar nicht ausgerufen werden, so der Innenstaatssekretät. Es gebe einen interministeriellen Leitungsstab, der einwandfrei funktioniere. "Wir glauben, dass wir in der jetzigen Situation so die Lage am besten steuern können." In den Hilfsorganisationen im Land sind laut Geerdts 80.000 Menschen tätig, die gut ausgebildet und auf solche Situationen vorbereitet sind. Bisher wurden diese noch nicht aktiviert.

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Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

Coronavirus in SH: Videos, Infos, Hintergründe

Die Auswirkungen der Pandemie des Coronavirus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein dauern an. Hier finden Sie Videos, Informationen und Hintergründe zu dem Thema. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.03.2020 | 15:00 Uhr

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