Stand: 30.01.2019 16:43 Uhr

Nach Ostsee-Sturmflut: Land sichert Hilfe zu

Die beiden Stürme "Zeetje" und "Benjamin" haben zu Jahresbeginn zahlreiche Gemeinden in Schleswig-Holstein getroffen. Besonders Schönberg, Hohwacht, Laboe (alle Kreis Plön) und Strande (Kreis Rendsburg-Eckernförde) waren betroffen. Das Wasser spülte Sand, zum Teil auch Dünen ins Meer. Schleswig-Holsteins Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) sagte Hilfe vom Land zu und plädiert gleichzeitig für nachhaltige und langfristige Lösungen. Er war am Mittwoch in Hohwacht, um sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen.

Schäden in Millionenhöhe

Allein in Hohwacht schätzt der Bürgermeister Karsten Kruse den Schaden auf 220.000 Euro. In Laboe ist das Ausmaß noch höher. Der Hafenmeister geht davon aus, dass 20.000 Kubikmeter Sand fehlen. Um das wieder auszugleichen, müsse man rund eine Million Euro in die Hand nehmen. Auch die Sprecherin des Kreises Plön, Stephanie Ladwig, macht klar: "Das Wasser holt sich immer mehr Land und es wird unsere Aufgabe sein, dass wir uns nachhaltige Maßnahmen überlegen. Dass wir immer nur mit Sandaufschüttungen arbeiten, kann natürlich keine dauerhafte Lösung sein."

Küstenschutz soll ausgebaut werden

Wie an der Nordsee müsse künftig auch Küstenschutz an der Ostsee betrieben werden, so Buchholz. Die Klimaveränderungen machten ein neues Verständnis von Küstenschutz notwendig. E könne aber nicht die gesamte schleswig-holsteinische Ostseeküste mit Spundwänden oder Eindeichungen versehen werden. "Sowohl die ökonomischen Interessen des Tourismus wie auch die ökologischen und die Interessen des Küstenschutzes müssen hier zusammengebracht werden." Klar sei, dass die Regierung nicht jedes Jahr einen Sonderfonds auflegen könne.

Konkrete Maßnahmen zum Schutz gibt es noch nicht, doch in wissenschaftlicher Begleitung sollen jetzt Pläne entstehen. Für die Saison 2019 müsse jedoch eine schnelle Hilfe her, so der Minister, damit der Tourismus auch weiterhin laufe.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 30.01.2019 | 16:30 Uhr

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