Stand: 08.09.2020 18:59 Uhr

Nach Havarie an NOK-Schleuse: Frachter legt ab

Der Frachter "Else" ist auf dem Weg nach Frankreich. Er durfte tagelang nicht weiterfahren, nachdem er Ende August in der Kieler Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal gegen ein geschlossenes Tor gekracht war. Gegen den verantwortlichen Schiffsführer wird wegen des Verdachts der Schifffahrtsgefährdung ermittelt. Menschliches Versagen könnte den Unfall nach Ansicht der Ermittler ausgelöst haben. Es könne jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass technische Probleme eine Rolle bei der Havarie am 29. August spielten, sagte ein Polizeisprecher. Ein Gutachten in dem Fall stehe noch aus.

Schleuse wieder in Betrieb

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau beziffert den Schaden an der Schleuse auf zwei Millionen Euro. Die Mannschaft des Schiffs berief sich nach dem Unfall auf technisches Versagen. Das bei der Havarie beschädigte Schleusentor wurde ersetzt. Seit Freitag sind bereits wieder beide große Schleusenkammern in Betrieb.

Kurs nun über den Skagerrak

"Else" ist 88 Meter lang, fährt unter der Flagge Panamas und war bei dem Unfall auf dem Weg von Litauen nach Frankreich. Nach Polizeiangaben verläuft ihr Kurs nun über den Skagerrak und nicht durch den Nord-Ostsee-Kanal - wie ursprünglich geplant.

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Frachtschiff "Else" kollidiert mit dem Schleusentor des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel am Samstag dem 29.08.2020. © NDR

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Auch Tage nach der Havarie in der Kieler Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal sind immer noch viele Fragen ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.09.2020 | 19:00 Uhr

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