Einsatzkräfte stehen in Oststeinbek auf einem Feld neben der entschärften Bombe.  Foto: Tobias Senff

Mit Verspätung: Bombe in Oststeinbek ist entschärft

Stand: 26.11.2021 14:26 Uhr

Im Kreis Stormarn ist am Freitag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Insgesamt 5.000 Menschen in Oststeinbek und Glinde mussten Häuser und Wohnungen verlassen. Der Start der Entschärfung verzögerte sich um mehr als zwei Stunden.

Gefunden wurde die britische 250-Kilo-Bombe auf einem Bauernhof in der Straße Heidstücken. Um den Fundort wurde laut Stadt ein Sicherheitsradius von etwa 1.000 Metern eingerichtet. Die Entschärfung sollte am Freitag um 10 Uhr beginnen, verspätete sich aber um mehr als zwei Stunden, weil die Evakuierung länger dauerte als gedacht. Gegen 12.20 Uhr sprengten Kampfmittelräumer den Zünder dann. Die Bombe nahmen sie mit nach Kiel.

Laut Polizei waren zuvor in einer Wohnung noch Kinder allein angetroffen worden - der Vater musste dann von der Arbeit zurück nach Hause gerufen werden, um die Kinder abzuholen. Außerdem verzögerte sich der Transport eingeschränkter Personen, die sich für eine Abholung angemeldet hatten. Auch ein Mann, der gerade aus dem Krankenhaus entlassen wurde und erst seit Donnerstag wieder Zuhause ist, wurde noch in seiner Wohnung angetroffen. Er habe von der Aktion nichts mitbekommen, sagte er der Polizei.

Eine im Erdreich freigelegte Fliegerbombe in Oststeinbek. © Polizeidirektion Ratzeburg
Der Zünder muss gesprengt werden, weil er nicht transportfähig ist. Die entschärfte Bombe wird später von Spezialisten entsorgt.
Viele Einsatzkräfte, mehrere Sammelstellen

Insgesamt waren laut einer Sprecherin der Stadt Glinde in beiden Orten etwa 250 Helfer von Feuerwehr, Polizei, THW, ASB, DRK und Katastrophenschutz sowie Mitarbeiter des Bauhofs im Einsatz. In Glinde und Oststeinbek wurden seit Freitagmorgen jeweils rund 50 Menschen in Turnhallen betreut. Das Deutsche Rote Kreuz hatte zusätzlich in Oststeinbek in der Begegnungsstätte ein Frühstück organisiert. Dieses Angebot nutzten etwa 20 Bürger. Insgesamt rund 3.000 Menschen in Glinde und 2.000 Menschen in Oststeinbek mussten ihre Häuser und Wohnungen vorübergehend verlassen.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.11.2021 | 12:00 Uhr

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