Stand: 07.06.2018 13:33 Uhr

Messerattacke im Zug: Weiterer Zeuge befragt

Acht Tage ist es her, dass eine Polizistin in einem Zug am Flensburger Bahnhof einen Asylbewerber aus Eritrea erschoss. Die Ermittler suchen seitdem nach den Hintergründen, um diesen Fall lückenlos aufzuklären. Inzwischen haben sie einen weiteren Zeugen befragt. Darüber hatte zunächst das "Flensburger Tageblatt" berichtet. "Die Aussage des zweiten Zeugen liegt jetzt vor", sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt am Donnerstag NDR 1 Welle Nord. Der Mann hat bestätigt, dass die 22-jährige Frau sich offenbar verteidigte, weil sie von dem Eritreer mit einem Messer angegriffen wurde.

Polizistin macht weiter von ihrem Schweigerecht Gebrauch

Der Zeuge saß ebenfalls im Zug und ist offenbar der einzige, der den Angriff auf die Polizistin beobachtet hatte. Nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft war die Frau aufgestanden, um in Flensburg auszusteigen. Der Angreifer soll sie dann unvermittelt mit einem Messer verletzt haben. Als sie um Hilfe schrie, griff ein 35-jähriger Kölner ein, den die Ermittler bereits am Freitag befragt hatten. Er wurde schwer verletzt. Anschließend fielen die Schüsse der Polizistin.

Die Beamtin will weiterhin nicht selbst aussagen. Die Staatsanwaltschaft vermutet inzwischen, dass der Angreifer, der seit 2015 in Deutschland lebte, nach Skandinavien weiterreisen wollte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.06.2018 | 13:00 Uhr

Neue Zeugenaussagen: Polizistin direkt angegriffen

Der tödliche Vorfall im Flensburger Bahnhof stellt sich nach neuesten Polizeiinformationen völlig anders dar als bisher gedacht. Nach ersten Zeugenaussagen gab es einen direkten Angriff. mehr

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