Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand im Gegenlicht. © picture-alliance Foto: Arne Dedert

Lübeck: Prozessauftakt um tödlichen Autounfall

Stand: 18.11.2021 11:26 Uhr

Mit zwei Wochen Verspätung hat in Lübeck am Donnerstag der Prozess um einen tödlichen Autounfall auf der A1 begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten fahrlässige Tötung im Straßenverkehr vor.

Es sei der größte Fehler seines Lebens gewesen. Mit diesen Worten entschuldigte sich der 35-Jährige heute zum Prozessauftakt. Vor dreieinhalb Jahren soll er ins Auto gestiegen sein, obwohl er davor laut Staatsanwaltschaft Kokain genommen und Alkohol getrunken hatte. Auch einen Führerschein soll der Mann zu der Zeit nicht gehabt haben. Mit etwa 200 Kilometer pro Stunde - bei erlaubten 120 - soll der Angeklagte dann auf der A1 in Höhe Hamberge eine Frau mit ihrem Kleinwagen übersehen und gerammt haben.

Nur lückenhafte Erinnerungen

Bei dem Unfall wurde die 30-jährige Hamburgerin so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Am Donnerstag erklärte der Angeklagte, dass seine Erinnerungen an den Tag nur noch lückenhaft seien. Er habe getrunken und am Wochenende zuvor gekokst.

Der Vater des Unfallopfers verfolgte die Aussagen unter Tränen. Die Verhandlung hätte eigentlich bereits vor zwei Wochen beginnen sollen. Allerdings war ein Gutachter nicht erschienen, deshalb war sie vertagt worden.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.11.2021 | 12:00 Uhr

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