Ein Kurier trägt Pakete. © picture alliance / dpa Themendienst Foto: Andrea Warnecke

Kurierfahrer oder Abholer von Diebesgut? LKA warnt vor Betrug

Stand: 22.10.2020 13:58 Uhr

Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein warnt vor vermeintlich lukrativen Mini-Jobangeboten.

Betrüger, die mit dem "Falsche Polizisten-Trick" arbeiten, suchen auf diesem Weg Kurierfahrer, die von Opfern Wertgegenstände und Bargeld abholen sollen. Die Abholer machen sich laut LKA-Sprecher Uwe Keller strafbar. "Sie sind Mittäter bei einem gewerbsmäßigen bandenmäßigen Betrug. Natürlich muss man das im Einzelfall genau prüfen, aber auf jeden Fall ist der Verdacht zunächst gegeben, dass sie sich dort an der Tat beteiligen", sagt er.

Wusste Kurierfahrerin nichts vom Betrug?

Laut Keller gab es im September mindestens sieben Fälle, in denen Betrüger erfolgreich mit diesem "Falsche Polizisten-Trick" Geld erbeuteten. Nun sei es gelungen, eine Frau festzunehmen. Sie hatte Wertgegenstände und Bargeld von meist älteren Betrugsopfern abgeholt. Die Festgenommene gab an, von dem Betrug nichts zu wissen. Sie arbeite lediglich als Minijobberin für einen Kurierdienst, gab sie an.

LKA rät zu Skepsis

Keller rät interessierten Kurierfahrern, genau zu schauen, bei welchem Unternehmen sie einen Minijob annehmen. Die Betrüger verwenden demnach bei ihren Jobangeboten Namen und Adressen von vorhandenen Firmen. Skeptisch sollten interessierte Kurierfahrer vor allem dann werden, wenn der Minijob überdurchschnittlich gut bezahlt werden soll.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.10.2020 | 12:00 Uhr

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