Stand: 19.08.2019 17:32 Uhr

Helgoland: Dämpfe nach Bohrung - Untersuchungen laufen

Bei der Suche nach der Ursache des gelben Rauchs aus einem Helgoländer Hafenbecken sind die Experten nicht weitergekommen. Bislang sei die Substanz nicht identifiziert, sagte Marco Bardenhagen vom zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt in Tönning (Kreis Nordfriesland) am Montag. Einzige Gewissheit: Chemiker hätten bei Untersuchungen der Rückstände keine Kampfmittel nachweisen können. Im Südhafen von Helgoland waren am Sonnabend nach Bohrungen im Meeresboden gelbe Dämpfe aus dem Wasser aufgestiegen. Außerdem fing es an zu brodeln, weil das Wasser darauf reagierte. So schilderte Heiko Ederle, Gemeindewehrführer von Helgoland, die Situation. Das Hafenbecken ist weiter gesperrt. Auch die Bauarbeiten wurden bis auf Weiteres eingestellt.

Hafenbecken gesperrt und Bauarbeiten gestoppt

"Wir sind für solche Fälle nicht ausgerüstet", erklärte Ederle am Sonntag. Deshalb alarmierte er den ABC-Dienst Pinneberg, der mit seinem Löschzug Gefahrengut kam. Die Feuerwehr war die ganze Nacht über im Einsatz. Man gehe von einem Kampfmittelverdacht aus, der sei aber nicht bestätigt.

Die Messungen der Chemiker haben nichts ergeben, so Ederle. Denn das Wasser habe die Substanz so sehr verdünnt, dass nichts mehr nachzuweisen war, erklärt der Gemeindewehrführer. Für die Feuerwehr ist der Einsatz erst einmal beendet. Jetzt muss erst geklärt werden, was dort im Meeresboden liegt. Die Insel war zum Ende des Zweiten Weltkriegs heftig bombardiert worden. Bis Anfang der 1950er Jahre nutzten britische Bomber Helgoland als Übungsgebiet.

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Schleswig-Holstein Magazin | 20.08.2019 | 19:30 Uhr

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